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Politik Russland bestätigt Giftgas-Vorfall in Syrien
Nachrichten Politik Russland bestätigt Giftgas-Vorfall in Syrien
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09:02 05.04.2017
Mindestens 58 Menschen sind am Dienstag in Syrien ums Leben gekommen, darunter auch zahlreiche Kinder.  Quelle: AP
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Moskau

 Die syrische Luftwaffe hat nach Angaben Russlands bei dem Angriff auf die von Rebellen kontrollierte Stadt Chan Scheichun im Nordwesten des Landes eine Chemiewaffenfabrik getroffen. Es sei ein großes Munitionslager der Terroristen und eine Ansammlung militärischer Geräte ins Visier genommen worden, teilte das Verteidigungsministerium laut Nachrichtenagentur Tass am Mittwoch mit. Das gehe aus den Aufnahmen der russischen Luftraumbeobachtungssysteme hervor.

Auf dem Gebiet der Lagerstätte hätten sich Werkstätten befunden, in denen Geschosse mit chemischen Kampfstoffen produziert worden seien, hieß es weiter. Aus diesem großen Waffenlager seien Chemiewaffen an Kämpfer in den Irak geliefert worden. Rebellen hätten ähnliche Geschosse bereits in Aleppo eingesetzt. Frankreich und Großbritannien sehen Syriens Regierung hinter dem mutmaßlichen Giftgasangriff am Dienstag.

Trump macht Obama für Angriff verantwortlich

Bei einem der schwersten Angriffe mit Giftgas in dem Bürgerkrieg waren am Dienstag Aktivisten zufolge mindestens 72 Menschen getötet worden, darunter 20 Kinder und 17 Frauen. Am Mittwochmorgen wurde die Anzahl der Opfer erneut nach oben korrigiert: Aktivisten hatten zunächst von 58 Toten berichtet. Flugzeuge hätten den Ort in den Morgenstunden erneut angegriffen.

Die USA hatten Russland und den Iran in scharfer Form aufgerufen, ihren Einfluss auf Präsident Baschar al-Assad geltend zu machen. Der UN-Sicherheitsrat will am Mittwoch auf Antrag Frankreichs und Großbritanniens zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen.

Die US-Regierung hatte den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad für den mutmaßlichen Giftgasangriff verantwortlich gemacht. Präsident Donald Trump sagte am Dienstag zudem, dass der Angriff eine Folge der „Schwäche und Unentschlossenheit“ seines Vorgängers Barack Obama gewesen sei.

Trump spielte damit auf Obamas Entscheidung aus dem Jahr 2013 an, nach einem Giftgasangriff nicht militärisch einzugreifen - obwohl er zuvor erklärt hatte, ein Einsatz chemischer Waffen durch Assads Truppen würde eine rote Linie überschreiten. Nun habe das „Assad-Regime“ wieder ein „abscheuliches Verbrechen“ begangen, so Trump.

Von RND/dpa/AP

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