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Politik Rot-Rot-Grün nur ohne „Familie Lafontaine“
Nachrichten Politik Rot-Rot-Grün nur ohne „Familie Lafontaine“
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19:25 02.04.2017
Die SPD schielt auch im Bund nach links. Altkanzler Gerhard Schröder ist gegen ein Linksbündnis. Quelle: dpa
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Berlin

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hält auf Bundesebene eine Koalition der Sozialdemokraten mit der Linkspartei derzeit nicht für realistisch. „Ich glaube nicht, dass man das hinbekommt, solange die Familie Lafontaine in der Linkspartei tonangebend ist“, sagte Schröder dem Magazin „Der Spiegel“. Rot-Rot-Grün könne man erst machen, wenn bei der Linken „vernünftige Leute“ wie der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow das Sagen hätten.

Ein Linksbündnis müsse zu Bedingungen der SPD realisierbar sein, meinte Schröder: „Wir erklären, wer Koch und wer Kellner ist.“

Der ehemalige Regierungschef warnte den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz vor einer inhaltlichen Annäherung an die Linkspartei. Mit Parolen, die nach Lafontaine klängen, werde es der SPD nicht anders gehen als der Union auf der Rechten: „Dann wählen die Leute das Original und nicht das Plagiat“, argumentierte Schröder. Er sei ziemlich sicher, „dass Martin Schulz das ganz genau weiß“.

„Vom Plagiat zum Original“

Der Linken-Politiker Oskar Lafontaine hat als Antwort auf Ex-Kanzler Schröder die SPD zu einem Kurswechsel aufgefordert. „Ein Ende von Lohndrückerei und Rentenkürzungen kann es in Deutschland erst dann geben, wenn die SPD wieder vom Plagiat zum Original wird“, schrieb Lafontaine in einem Beitrag für die „Welt am Sonntag“.

Von RND/dpa

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