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Rohingya sollen binnen zwei Jahren zurückkehren

Myanmar Rohingya sollen binnen zwei Jahren zurückkehren

Im Schicksal um die nach Bangladesch geflohene, muslimische Minderheit der Rohingya haben sich die südostasiatischen Staaten Myanmar und Bangladesch auf einen Rückkehrplan geeinigt. Die über 600.000 Rohingya sollen innerhalb von zwei Jahren nach Myanmar zurückkehren.

Über 600.000 Rohingya flüchteten in den letzten Monaten von Myanmar nach Bangladesch.

Quelle: AP

Naypidaw/Dhaka. Die zu Hunderttausenden nach Bangladesch geflohenen Rohingya sollen innerhalb von zwei Jahren nach Myanmar zurückkehren. Darauf einigten sich Vertreter der beiden Nachbarländer in Myanmars Hauptstadt Naypyidaw, wie das Außenministerium von Bangladesch am Dienstag mitteilte.

Bei den Gesprächen ging es um die Umsetzung einer im vergangenen November getroffenen Vereinbarung über die Rückführung der Flüchtlinge. Die ersten Rohingya sollen noch im Januar zurückkehren. Sie sollen in Myanmar den Angaben zufolge zunächst in einem Auffanglager und dann in Häusern unterkommen, die noch gebaut werden sollen.

Menschenrechtsorganisationen warnen vor verfrühter Rückkehr

Nachdem Rohingya-Rebellen am 25. August rund 30 Posten der Sicherheitskräfte in Myanmars Bundesstaat Rakhine angegriffen hatten, begann die Armee nach eigenen Angaben „Räumungsoperationen“ in den Dörfern der muslimischen Minderheit. Seitdem flohen nach UN-Angaben rund 655.000 Rohingya nach Bangladesch. Die Flüchtlinge berichten von Exekutionen, Vergewaltigungen und dem Niederbrennen von Dörfern durch Soldaten und buddhistische Mobs.

Die Vereinten Nationen und andere nennen die Vertreibung der Rohingya aus Rakhine „ethnische Säuberung“ - ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Flüchtlinge sagen, sie wollten nur zurückkehren, wenn Myanmar sie als Staatsbürger anerkenne. Dies verweigert ihnen das ehemalige Birma seit Jahrzehnten. Menschenrechts- und Hilfsorganisationen warnen vor einer verfrühten, unfreiwilligen Rückkehr ohne Sicherheitsgarantien. So warnt Amnesty International vor einer Rückführung, wenn das Leben der Rohingya weiterhin in Gefahr sei und ihnen in Myanmar erneut Verfolgung drohe.

Von RND/dpa

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