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Politik Reaktion auf Berlin: Weihnachtsmärkte rüsten auf
Nachrichten Politik Reaktion auf Berlin: Weihnachtsmärkte rüsten auf
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16:31 20.12.2016
Betonklötze als Absicherung des Weihnachtsmarktes in Erfurt. Quelle: imago
Berlin

Nach dem Anschlag von Berlin verstärkt die Polizei vielerorts in Deutschland die Sicherheitsvorkehrungen auf Weihnachtsmärkten.

Berlin

In der Hauptstadt sollen mehr Polizisten unterwegs sein, zudem sollen Betonpoller an bestimmten großen Weihnachtsmärkten Zufahrten versperren, wie der Sprecher von Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Hamburg

Märkte, deren Buden direkt an großen Straßen wie der Reeperbahn oder dem Jungfernstieg liegen, sollen mit Absperrelementen geschützt werden. Gleiches gilt für die Zufahrten von Weihnachtsmärkten. Zudem sei zum Teil eine Umleitung des Lkw-Verkehrs vorgesehen, sagte Innensenator Andy Grote (SPD). Polizeipräsident Ralf Martin Meyer schränkte aber ein: „Wir können nicht die ganze Stadt Lkw-frei machen.“ Auf den 33 Weihnachtsmärkten der Hansestadt sollten sich bis Heiligabend 250 Beamte um die Sicherheit kümmern, sagte Meyer. „Kollegen werden Schutzwesten tragen und Maschinenpistolen dabeihaben“.

Nordrhein-Westfalen

Die Stadt Duisburg wollte noch am Dienstag mobile Sperren an den Zufahrtswegen errichten lassen. Außerdem würden auf dem Marktgelände „zahlreiche technische Sicherungsmaßnahmen“ platziert, teilte die Kommune mit. Aus einsatztaktischen Gründen sollten Details dazu nicht genannt werden. Beide Maßnahmen hätten zum Ziel, ein schnelles Durchfahren mit Lkw oder Auto zu verhindern. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) kündigte an, dass die Polizei in Doppelstreifen und schwerer bewaffnet auf den Weihnachtsmärkten unterwegs sein werde.

Thüringen

Auf den Weihnachtsmärkten sind mehr Polizisten mit Schutzwesten und Maschinenpistolen unterwegs. Zudem würden Lastwagen in der Nähe von Weihnachtsmärkten häufiger kontrolliert, sagte Thüringens Innenminister Holger Poppenhäger (SPD). In Einzelfällen sei der Einsatz von Pollern oder Betonsperren vorgesehen, um die Sicherheit auf den Märkten zu erhöhen.

Hessen

Auf mehreren Weihnachtsmärkten in Hessen werden zusätzliche Zufahrtssperren errichtet. Das sagte Innenminister Peter Beuth (CDU). In Wiesbaden wurden am Dienstag vor die Eingänge des Weihnachtsmarkts Lkw-Zugmaschinen gefahren. Außerdem seien jetzt mehr Polizisten unterwegs, die auch stärker bewaffnet sein sollen, erklärte Beuth. Die Zufahrtsstraßen in den großen Städten würden verstärkt überwacht.

Sachsen

An Zugängen zu Weihnachtsmärkten würden „robuste Streifen“ mit Maschinenpistole und Schutzweste postiert, sagte Innenminister Markus Ulbig (CDU). Betonklötze sollen eine Zufahrt von Autos oder Lastkraftwagen unmöglich machen, zum Beispiel am Dresdner Striezelmarkt. In Leipzig kontrollierten schwer bewaffnete Beamte die Zugänge, wie die Leipziger Volkszeitung berichtet. Auf den Märkten selbst sollen Polizisten in Zivil unterwegs sein. Ein Rucksackverbot gibt es laut Ulbig aber genauso wenig wie eine Urlaubssperre für die Beamten.

Von dpa/RND

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