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Politik Piraten-Politiker soll Mann getötet haben
Nachrichten Politik Piraten-Politiker soll Mann getötet haben
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20:07 20.09.2016
Der Piraten-Politiker Gerwald Claus-Brunner. Quelle: dpa
Berlin

Der Berliner Piraten-Politiker Gerwald Claus-Brunner soll einen anderen Mann getötet und sich danach das Leben genommen haben. „Stumpfe Gewalt gegen den Oberkörper“ sei die Todesursache des anderen Mannes vor einigen Tagen gewesen, teilte die Polizei mit. Die Leichen von Claus-Brunner und des zweiten Mannes waren am Montag in einer Wohnung in Berlin-Steglitz gefunden worden. Polizei und Staatsanwaltschaft schrieben in einer gemeinsamen Mitteilung, in der Wohnung habe sich ein „schauriges Bild“ geboten, das auf ein Tötungsdelikt hindeute. Eine Mordkommission ermittelt.

Claus-Brunner soll sich durch Stromschlag getötet haben

Die „Bild“-Zeitung und die „B.Z.“ hatten zuerst berichtet. Demnach soll Claus-Brunner sich das Leben mit einem Stromschlag genommen haben. Bei dem zweiten Toten soll es sich um einen 28 oder 29 Jahre alten Mann handeln, der Claus-Brunner bekannt gewesen sei. Bei den Piraten war am Montag ein Brief von Claus-Brunner angekommen, in dem es hieß, dass er bereits tot sein werde, wenn der Brief zugestellt wird. Parteimitglieder verständigten daraufhin die Polizei. Der Brief wurde der Kripo übergeben, wie der Piraten-Vorsitzende Bruno Kramm sagte. Die Piratenpartei hatte dann mitgeteilt, Claus-Brunner habe sich selbst getötet. Man habe gewusst, dass er unheilbar krank gewesen sei. Am 23. Juni hatte Claus-Brunner in seiner letzten Rede im Abgeordnetenhaus vor der Wahl eine Anspielung auf seinen bevorstehenden Tod gemacht: „Und ihr werdet auch in der laufenden Legislatur für mich am Anfang irgendeiner Plenarsitzung mal aufstehen dürfen und eine Minute stillschweigen.“

Auch tödliche Krankheit erfunden?

Wie „Bild“ weiter berichtet, soll auch die lebensbedrohliche Krankheit, auf die sich die Piraten in einer Mitteilung bezogen hatten, frei erfunden sein. Die Obduktion habe keinerlei Hinweise auf eine lebensbedrohliche Erkrankung ergeben, so die Zeitung.

Von RND/dpa

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