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Politik Pannen bei Regierungsfliegern: Olaf Scholz muss auf kleineres Flugzeug umsteigen
Nachrichten Politik Pannen bei Regierungsfliegern: Olaf Scholz muss auf kleineres Flugzeug umsteigen
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08:55 11.04.2019
Der A340 "Konrad Adenauer", mit dem Scholz eigentlich nach New York reisen sollte. Quelle: Ralf Hirschberger/dpa
Berlin

Bundesfinanzminister Olaf Scholz muss angesichts von Problemen bei den Regierungsfliegern mit einer kleineren Maschine vorlieb nehmen. Der SPD-Politiker wollte am Donnerstag eigentlich mit einer großen A340-Maschine zur Tagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) nach Washington fliegen. Er muss aber nun eine kleinere A321 nehmen mit einem Tankstopp in Island.

Scholz wollte eigentlich mit dem größeren Regierungsflieger „Konrad Adenauer“ in die USA reisen. Dieser aber bleibt nach einem erneuten Reifenproblem bei einer Landung vorerst am Boden. Die Maschine sei erst einmal aus dem Verkehr gezogen worden, bis die Analyse des Vorfalls abgeschlossen sei, hatte ein Sprecher der Luftwaffe am Mittwoch gesagt.

Nach seinen Angaben war bei der Landung des Airbus A340 auf dem Flughafen Köln/Bonn am Dienstagnachmittag ein Reifen geplatzt. Dem Sprecher zufolge hatte sich die „Konrad Adenauer“ auf einem Funktionstestflug befunden. An Bord seien neben der Crew noch Techniker gewesen.

Scholz war bereits von Problemen bei Regierungsfliegern betroffen

Die „Konrad Adenauer“ hatte bereits am 1. April bei ihrem ersten Dienstflug nach einer viermonatigen Generalüberholung eine Reifenpanne gehabt. Nach neunstündigem Flug von Berlin nach New York mit Außenminister Heiko Maas (SPD) an Bord verlor bei der Landung ein Reifen Luft, der Airbus konnte nicht selbstständig zur Parkposition kommen und musste dorthin geschleppt werden.

Auch Scholz war bereits von den Problemen bei den Regierungsfliegern betroffen. Im vergangenen Oktober hatte er wegen einer kaputten Maschine bei seiner Rückreise von der IWF-Tagung in Indonesien umplanen müssen. Sein Airbus „Konrad Adenauer“ wurde ein Opfer von Nagetieren, die offensichtlich Elektrokabel durchgebissen hatten. Scholz wurde kurzfristig auf einen Linienflug umgebucht.

Haushaltsausschuss billigt Kauf neuer Maschinen für Flugbereitschaft

Derweil hat der Haushaltsausschuss des Bundestags den Kauf von drei neuen Langstreckenmaschinen für die Flugbereitschaft der Bundeswehr gebilligt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa am Mittwochabend aus Kreisen des Ausschusses. Zuvor hatte die „Augsburger Allgemeine“ darüber berichtet.

Die Luftwaffe schrieb am Abend bei Twitter: „Geschafft: Die Beschaffung von drei niegelnagelneuen A350-900 inkl. VIP-Kabinen ist heute parlamentarisch gebilligt worden. Nun gilt es, den Vertrag zu schließen. Wir freuen uns auf drei neue Langstreckenflieger, die bis Mitte 2020 bei uns sein sollen.“

Die Flugbereitschaft hat 14 teils recht alte Flugzeuge, die für Flüge von Kabinettsmitgliedern oder des Bundespräsidenten eingesetzt werden. Nach zahlreichen Pannen hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) im Februar die Beschaffung von drei neuen Langstreckenmaschinen in Auftrag gegeben.

Ein neuer Airbus A350 kostet nach Expertenangaben bis zu 180 Millionen Euro. Ein Umbau auf die Ausstattung als Regierungsmaschine zieht weitere Kosten nach sich.

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Von RND/dpa