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Politik „Orbán hilft der Kanzlerin nicht aus der Patsche“
Nachrichten Politik „Orbán hilft der Kanzlerin nicht aus der Patsche“
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05:04 05.07.2018
Der FDP-Europapolitiker Alexander Graf Lambsdorff warnt Kanzlerin Angela Merkel davor, zuviel Hoffnung in die Zusammenarbeit mit Ungarns Premier Viktor Orban zu setzen. Quelle: imago/Metodi Popow
Berlin

Der FDP-Europapolitiker Alexander Graf Lambsdorff warnt Kanzlerin Angela Merkel davor, in Ungarns Premier Viktor Orbán einen Partner in der Migrationspolitik zu sehen. „Orbán hilft der Kanzlerin nicht aus der Patsche. Er will keine Flüchtlinge , das hat er klargemacht“, sagte Lambsdorff dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) im Vorfeld des Zusammentreffens von Merkel und Orbán am Donnerstag in Berlin.

Lambsdorff warf Orbán eine Mitverantwortung für die Migrationskrise 2015 in Deutschland vor. „Es war die inhumane Behandlung der Menschen am Budapester Westbahnhof, die 2015 zum Ansturm auf Deutschland geführt hat“, sagte der FDP-Politiker und betonte: „Die humanitäre Geste der Kanzlerin war eine Antwort auf die dramatische Lage in Ungarn.“

Orban entmachtet die Gerichte und knebelt die Presse

Der frühere Vizepräsident des Europäischen Parlaments und jetzige FDP-Bundestagsabgeordnete rief CDU und CSU dazu auf, die ungarische Regierungspartei Fidesz aus der gemeinsamen Parteienfamilie der Europäischen Volkspartei (EVP) auszuschließen. Die EVP habe große Verdienste um die europäische Einigung erworben, ihre Mitglieder müssten über jeden Zweifel an ihrer demokratischen Gesinnung erhaben sein, so Lambsdorff. „Orbán aber entmachtet die Gerichte, knebelt die Presse und macht mit antisemitischen Parolen Wahlkampf. CDU und CSU sollten ihn nicht hofieren, sondern aus der EVP werfen“, forderte der FDP-Politiker.

Von RND/Marina Kormbaki

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