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Nachrichten Politik Obama lässt Hackerangriffe untersuchen
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22:23 09.12.2016
Barack Obama hat eine umfassende Untersuchung von Hackerangriffen im US-Wahlkampf angeordnet. Quelle: EFE
Washington

Obama hat seine Geheimdienste und Sicherheitsbehörden angewiesen, einen umfassenden Bericht zu den Hackerangriffen im Wahlkampf vorzulegen. Die Untersuchung solle dem Muster der Cyberattacken auf den Grund gehen und eine Bestandsaufnahme der Sicherheitsvorkehrungen liefern, sagte Obamas Sprecher Eric Schultz am Freitag in Washington. Der scheidende US-Präsident wolle, dass ihm der Untersuchungsbericht noch vor Ende seiner Amtszeit am 20. Januar vorgelegt werde, sagte am Freitag die Heimatschutzberaterin des Präsidenten, Lisa Monaco.

Der Wahlkampf der gegen Donald Trump unterlegenen Demokratin Hillary Clinton war durch die Cyberangriffe torpediert worden. Durch die Attacken kamen vertrauliche E-Mails aus der Parteizentrale der Demokraten sowie aus dem Mailkonto von Clintons Wahlkampfmanager John Podesta ans Licht. 

Russland nennt Vorwürfe „Unsinn“

US-Geheimdienstkoordinator James Clapper sowie das Heimatschutzministerium beschuldigten Anfang Oktober – also einen Monat vor der Wahl – die russische Regierung, hinter den Hackerangriffen zu stecken. Moskau wies dies als „Unsinn“ zurück. 

Auch Trump tat die Anschuldigungen gegen Russland kürzlich erneut als unbegründet ab. „Ich glaube nicht, dass sie sich eingemischt haben“, sagte der designierte Präsident in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview des „Time“-Magazins. „Es könnte Russland sein. Und es könnte China sein. Und es könnte irgendein Typ in seiner Wohnung im (US-Bundesstaat) New Jersey sein.“

Verfassungsschutz warnt vor Cyberangriffen

Unter den Demokraten gibt es Sorgen, dass Trump die ganze Angelegenheit nach seinem Amtsantritt unter den Teppich kehren könnte. Sieben Demokraten im Geheimdienstausschuss des Senats appellierten deshalb Ende November an das Weiße Haus, seine möglichen Informationen über mutmaßliche russische Cyberinterventionen im Wahlkampf zu veröffentlichen.

In Deutschland befürchtet das Bundesamt für Verfassungsschutz, dass sich Russland auch in den anstehenden Bundestagswahlkampf einmischen könnte. „Die Hinweise auf Versuche einer Beeinflussung der Bundestagswahl im kommenden Jahr verdichten sich“, erklärte Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen am Donnerstag.

Von dpa/afp/RND

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