Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik Nur wenn London zahlt, wird verhandelt
Nachrichten Politik Nur wenn London zahlt, wird verhandelt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:37 18.04.2017
Der deutsche EU-Abgeordnete Burkhard Balz (CDU). Quelle: p.oswald-kipper
Brüssel

„Das dürften rund 60 Milliarden Euro sein, je nach Verhandlungsergebnis auch mehr“, sagte Balz. Die Kosten des Austritts seien „der wundeste Punkt für die Briten – aber das hat ihnen natürlich kein Brexit-Befürworter gesagt“.

Balz, der in letzter Zeit viele Gespräche in London geführt hat, fügte hinzu: „Nach meinem Eindruck können die Briten die Folgen des Abenteuers bisher nicht einmal im Ansatz abschätzen. Bisher ist ihnen vor allem gesagt worden, wie viel Geld gespart werden kann.“

„In erster Linie ein Problem der Briten“

Die Briten wollten das Thema der Kosten des Austritts ans Ende der Verhandlungen setzen. Ohne eine Einigung an dieser Stelle habe der Vertrag jedoch keine Chance auf Billigung durch das Europaparlament und durch die übrigen Mitgliedsstaaten der EU. Der absehbare Zeitdruck bei den Verhandlungen – Artikel 50 der EU-Verträge setzt einen Rahmen von zwei Jahren – sei „in erster Linie ein Problem der Briten“. Gleich im ersten Punkt, bei den Finanzfragen, könnten sich die Dinge festfahren.

Zur Frage nach einem späteren Rückzug der Briten vom Brexit sagte Balz: „Man kann jedenfalls jederzeit den Austrittsantrag zurücknehmen. Es kann ja sein, dass die Dynamik des Verhandlungsprozesses zu neuem Nachdenken führt.“

Von RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wenn 63 Prozent der Deutschtürken einen Mann unterstützen, der die Bundesrepublik mit Nazi-Deutschland gleichsetzt, ist Integration gescheitert, lautet nach dem Referendum um ein Präsidialsystem in der Türkei die gängige Analyse. Doch sie ist zweifach unzutreffend, meint RND-Redakteurin Marina Kormbaki. Ein Kommentar.

18.04.2017
Politik Manipulationsvorwürfe nach Türkei-Referendum - „Von Kooperation kann keine Rede sein“

Ging bei der Abstimmung zur türkischen Verfassung alles mit rechten Dingen zu? Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa hat daran große Zweifel und würde dem gern nachgehen – mit der Unterstützung der türkischen Regierung kann sie nicht rechnen. Ein Gespräch mit dem obersten Wahlbeobachter Michael Georg Link.

18.04.2017

US-Präsident Donald Trump hat eine Anordnung zur Visaeinschränkung für ausländische Fachkräfte unterzeichnet. Trump setzte seine Unterschrift am Dienstag während eines Besuchs im Hauptsitz des Werkzeugherstellers Snap-on im US-Staat Wisconsin unter das Dekret.

18.04.2017