Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik Briten haben angeblich Nowitschok-Labor entdeckt
Nachrichten Politik Briten haben angeblich Nowitschok-Labor entdeckt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:53 05.04.2018
Polizisten kontrollieren die Zufahrt zur Christie Miller Road in Salisbury, nahe dem Haus des Doppelagenten Skripal Quelle: dpa
Anzeige
London

Britsche Geheimdienste und Regierungstellen sind sich sicher: Experten haben die Lage des Labors ermittelt, in dem das Nervengift Nowitschok hergestellt wurde. Das berichtet die „Times“ aus London. Die Experten seien sich recht sicher, wenn auch nicht zu 100 Prozent.

Laut des Berichts wusste die britische Regierung von der Existenz des Labors bereits seit dem 4. März. Dabei seien wissenschaftliche Analysen und Geheimdienst.Berichte zum Einsatz gekommen. Eine Quelle nannte die Zeitung allerdings nicht.

Ein Regierungssprecher wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren. Die britische Forschungsanlage Porton Down hatte zuvor berichtet, dass die präzise Quelle für das Nervengift Nowitschok unklar sei.

Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren vor einem Monat bewusstlos auf einer Parkbank im südenglischen Salisbury aufgefunden worden. London bezichtigt Moskau als Drahtzieher des Attentats. Der Fall löste eine schwere diplomtische Krise aus.

Wegen seiner Vorwürfe an Moskau gerät der britische Außenminister Boris Johnson zunehmend unter Druck. Labour-Chef Jeremy Corbyn warf Johnson vor, dass er entweder nicht all sein Wissen preisgebe oder übertreibe. Labour-Politikerin Diane Abbott sprach von Irreführung der Öffentlichkeit. Johnson erwiderte, dass der Oppositionschef genauso wie Russland versuche, Großbritannien zu diskreditieren.

Von sos/dpa/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In den vergangenen Jahren habe der Staat nicht mehr ausreichend für Recht und Ordnung gesorgt meint Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und löst damit eine neue Sicherheitsdebatte aus.

05.04.2018

Die Nato werde auch bei Hacker-Angriffen auf ihre Mitglieder den kollektiven Verteidigungsfall auslösen, sagte ihr Generalsekretär. Das Militärbündnis registrierte in der Vergangenheit eine wachsende Bedrohungslage durch Cyber-Attacken.

05.04.2018

In Sierra Leone ist Oppositionsführer Julius Maada Bio zum neuen Präsidenten ausgerufen worden. Auf den Ex-Militärchef seien bei der Stichwahl vom vergangenen Samstag rund 52 Prozent der Stimmen entfallen, teilte die Wahlkommission des westafrikanischen Landes mit.

05.04.2018
Anzeige