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Politik Nordkorea meldet „erfolgreichen“ Raketentest
Nachrichten Politik Nordkorea meldet „erfolgreichen“ Raketentest
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07:47 13.02.2017
Die staatlichen Medien bestätigten den „erfolgreichen“ Raketentest. Quelle: AP
Seoul

Nordkorea hat den jüngsten Test mit einer ballistischen Mittelstreckenrakete als erfolgreich bezeichnet. Das berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Montag unter Berufung auf die staatliche Nachrichtenagentur des Nachbarstaats. Die Rakete könne mit einem Nuklearsprengkopf ausgerüstet werden. Das Waffensystem Pukguksong-2 sei zudem mit einem neuen Antrieb ausgestattet. Staatschef Kim Jong Un sei beim Start der Rakete dabei gewesen.

Japan verurteilt Raketenstart

Die nordkoreanische Agentur fügte hinzu, Kim habe die Entwicklung von Boden-Boden-Raketen mit erweiterter Reichweite befohlen, nachdem ein von einem U-Boot ausgeführter Raketeetest im August erfolgreich gewesen sei. Die Volksarmee könne ihre strategischen Pflichten jetzt „präziser und schneller an jedem Ort ausführen: unter Wasser oder auf dem Land“.

Unter Missachtung von Resolutionen der Vereinten Nationen hatte Nordkorea am Sonntag eine ballistische Mittelstreckenrakete getestet und war dafür harsch kritisiert worden. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe verurteilte den Start, US-Präsident Donald Trump erklärte, die Vereinigten Staaten stünden zu „100 Prozent“ hinter Japan. Südkorea wertete den Test als eine Machtdemonstration gegenüber der neuen US-Regierung.

Sitzung des UN-Sicherheitsrats gefordert

Nach Angaben des südkoreanischen Militärs war die Rakete nach dem Start im Westen Nordkoreas 500 Kilometer weit geflogen und dann ins Japanische Meer (Ostmeer) gestürzt. Südkorea ging davon aus, dass es sich um eine verbesserte Version einer nordkoreanischen Musudan-Mittelstreckenrakete mit einer Reichweite von bis zu 4000 Kilometern gehandelt haben könnte.

Die USA, Japan und Südkorea beantragten eine Dringlichkeitssitzung im Weltsicherheitsrat. Das Treffen solle schon am Montag stattfinden, sagte ein Sprecher der US-Vertretung bei den Vereinten Nationen, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Von ap/dpa/RND