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Politik „Nicht in unserem Namen“
Nachrichten Politik „Nicht in unserem Namen“
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09:18 20.08.2017
Quelle: AP
Barcelona

Der 22-Jährige Marokkaner Younes Abouyaaquoub soll sich als Hauptverdächtiger nach den Terroranschlägen in Spanien auf der Flucht befinden und möglicherweise nach Frankreich abgesetzt haben.

Vor dem Rathhaus von Ripoll kommen etwa 40 Familienangehörige sowie Bekannte der mutmaßlichen Terroristen zusammen. Sie distanzieren sich von ihren Taten: „Nicht in unserem Namen.“

Während einer Versammlung vor dem Rathaus der Kleinstadt Ripoll rund 100 Kilometer nördlich von Barcelona distanzierten sich die etwa 40 Familienangehörige sowie Bekannte der am Terroranschlag in Barcelona und der vereitelten Attacke in dem Küstenort Cambrils beteiligten mutmaßlichen Terroristen von den Taten. Sie trugen Plakate mit der Aufschrift „Nicht in unserem Namen“.

In Ripoll hatten einige der Verdächtige gewohnt. Zudem gedachten die Angehörigen in einer Schweigeminute der 13 Opfer des Anschlags in Barcelona vom Donnerstag sowie des Opfers der mutmaßlich vereitelten Attacke in Cambrils. Fünf Verdächtige waren bei dem Zwischenfall in Cambrils von der Polizei erschossen worden.

Die katalanische Polizei untersucht derzeit nach Berichten verschiedener Medien, ob der Imam der Kopf der Terrorzelle ist. Eine Cousine des Verdächtigen sagte laut dem katalanischen Rundfunksender, sie vermute genauso wie viele Bewohner von Ripoll, dass der Imam etwas mit der zunehmenden Radikalisierung der jungen Männer zu tun gehabt hatte.

Am Samstagmorgen durchsuchten Beamte seine Wohnung in Ripoll nach DNA-Spuren. Er selbst kam möglicherweise bei der Explosion am Mittwoch in einem Haus in Alcanar etwa 200 Kilometer südlich von Barcelona ums Leben. In dem Haus lagerte die Gruppe von etwa zwölf Männern nach Vermutungen der Polizei Sprengstoff und bereitete ein noch größeres Attentat als das in Barcelona vor.

Von RND/dpa