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Nachrichten Politik Neue britische Pässe kommen aus Frankreich
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12:04 23.03.2018
Großbritannien hatte 1988 burgundrote Pässe eingeführt. Nun will das Land zu den traditionell blauen Pässen zurückkehren. Quelle: dpa
London

Nach dem Brexit will Großbritannien zu den traditionell blauen Reisepässen zurückkehren. Premierministerin Theresa May hatte das als „Ausdruck unserer Unabhängigkeit und Souveränität“ bezeichnet. Mit dem Austritt aus der Europäischen Union sollen auch die EU-einheitlichen burgunderroten Pässe der Vergangenheit angehören.

Kein Ausdruck von Unabhängigkeit ist nun das Herstellerland: Denn der Auftrag für den neuen blauen britischen Pass geht nach Frankreich, genauer an die französisch-niederländische Firma Gemalto. Das sagte der Chef des britischen Unternehmens De La Rue, Martin Sutherland, der BBC. De La Rue hatte den Auftrag bisher, verlor aber die Ausschreibung gegen das billigere Angebot von Gemalto. „Es überrascht mich, dass die britische Regierung nicht die britische Wirtschaft unterstützt“, sagte Sutherlkand der BBC. „Ich muss nun mit den Arbeitern sprechen und erklären, warum die britische Regierung glaubt, dass der Pass nicht von ihnen hergestellt werden sollte.“

Für die Steuerzahler bedeutet der Wechsel nach Frankreich eine Einsparung von 120 Millionen Pfund. Trotzdem schäumen die Brexit-Befürworter im Parlament. Sie fordern Aufklärung. Ein Sprecher des Innenministeriums beschwichtigte: Schon seit 2009 sei es zulässig, Pässe außerhalb Großbritanniens herzustellen. Es seien auch schon viele im Ausland produziert worden.

Von ang/RND

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