Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik Müller will mehr Geld für Rückkehrer-Programm
Nachrichten Politik Müller will mehr Geld für Rückkehrer-Programm
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:37 03.04.2018
Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU). Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Das Rückkehrerprogramm für Migranten „Perspektive Heimat“ soll nach dem Willen von Entwicklungsminister Gerd Müller erheblich ausgebaut werden. „In das Rückkehrerprogramm sollen künftig 500 Millionen Euro pro Jahr fließen“, sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Das ist viel preiswerter, als die Menschen hier in Deutschland zu versorgen.“

Bislang sind für das im März 2017 angelaufene Programm nur 150 Millionen Euro vorgesehen. Es soll Migranten nach ihrer Rückkehr aus Deutschland helfen, wieder Fuß zu fassen, etwa durch Beratung bei der Existenzgründung oder Programmen zur beruflichen Bildung und Beschäftigung. Zielländer sind Albanien, Kosovo, Serbien, Tunesien, Marokko, Ghana, Senegal, Nigeria, Irak, Afghanistan und Ägypten.

Als Erfolg wertete Müller das Programm „Cash for Work“, das Perspektiven für syrische Flüchtlinge in ihrer Heimatregion schaffen soll. „In den letzten beiden Jahr konnten wir über 140 000 Menschen in Beschäftigung bringen“, sagte Müller. „Das sind zum Beispiel syrische Lehrkräfte, die Flüchtlingskinder unterrichten. Oder die Menschen helfen, Häuser, Schulen und Krankenstation wieder aufzubauen.“

Zum Irak sagte Müller, das Land sei nun befreit von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). „Wir haben bereits Hunderttausende Binnenvertriebene die Rückkehr in befreite Städte wie Mossul ermöglicht. Deswegen können jetzt auch irakische Flüchtlinge aus Deutschland zurückkehren“, so Müller. „Wir sollten Familienzusammenführung nicht nur in Richtung Deutschland denken.“ Als militärische Formation ist der IS im Irak geschlagen, allerdings sind dort immer noch Terrorzellen aktiv.

Von dpa/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Lage für die Zivilbevölkerung im Jemen wird immer verzweifelter. Die UN schlägt nun Alarm und fordert deutlich mehr Hilfsgelder ein, als im Jahr zuvor nötig waren. Doch ausgerechnet eine Hilfsorganisation kritisiert die Einseitigkeit des Vorhabens.

03.04.2018

In der saudischen Regierung stehen die Zeichen auf Dialog: Der Kronprinz sprach Israel das Recht auf eigenes Land zu. Um die Lage im Nahen Osten grundsätzlich zu entspannen, sei aber einer Friedensabkommen notwendig.

03.04.2018
Politik Umsiedlung von Flüchtlingen - Israel setzt UN-Abkommen wieder aus

Erst am Montag kündigte Benjamin Netanjahu an, afrikanische Flüchtlinge umsiedeln zu wollen. Jetzt rudert er wieder zurück: Er will die Vereinbarung mit den UN aussetzen.

03.04.2018
Anzeige