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Politik Moskau bezichtigt London der Inszenierung von Giftgas-Angriff
Nachrichten Politik Moskau bezichtigt London der Inszenierung von Giftgas-Angriff
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17:39 13.04.2018
Russische Militärpolizisten stehen neben Militärfahrzeugen in der Region Ost-Ghuta in der Nähe der Stadt Duma. In der Rebellenhoch sollen bis 85 Menschen durch einen Giftgas-Angriff getötet worden sein. Quelle: dpa
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Moskau

Russland hat Großbritannien vorgeworfen, den mutmaßlichen Giftgasangriff in der syrischen Stadt Duma inszeniert und gelenkt zu haben. Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, sagte am Freitag, Großbritannien sei „direkt in die Provokation“ verwickelt, die er unter Berufung auf Aussagen von Ärzten eines Krankenhauses so beschrieb:

Eine Gruppe von Männern sei am vergangenen Wochenende mit Videokameras in das Krankenhaus gekommen, habe gerufen, dessen Patienten seien von Chemiewaffen getroffen worden.

Das habe eine Panik ausgelöst. Die Ärzte hätten gesagt, kein Patient sei von Chemikalien verletzt worden. Beweise legte Konaschenkow nicht vor.

Zuvor hatte bereits der russische Außenminister Sergej Lawrow den vermuteten Chemiewaffenangriff in Syrien als Erfindung dargestellt. Der mutmaßliche Chemieeinsatz in Duma, wegen dem die USA und ihre Verbündeten einen Militärangriff in Erwägung ziehen, sei mit Hilfe ausländischer Geheimdienste vorgetäuscht worden, sagte Lawrow.

Ermittler der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) sollen in Syrien den mutmaßlichen Angriff in Duma in Ost-Ghuta untersuchen. Sie sollen herausfinden, ob in der damals von Rebellen kontrollierten Stadt Chemiewaffen eingesetzt wurden. Am vergangenen Samstag sollen nach unterschiedlichen Angaben zwischen 42 und 85 Menschen durch Giftgas getötet worden sein.

Lawrow sagte am Freitag, russische Experten hätten den Ort des mutmaßlichen Angriffs bereits untersucht und keine Spuren von Chemiewaffen gefunden. Russland habe „unwiderlegbare Informationen, dass es eine weitere Erfindung war“, sagte Lawrow.

„Geheimdienste eines Staates, der nun bestrebt ist, eine russophobe Kampagne anzuführen, waren an dieser Erfindung beteiligt.“ Er nannte keinen Staatsnamen, was dann das Verteidigungsministerium nachreichte. Beweise für seine Aussagen nannte auch Lawrow nicht.

Von dpa/AP/RND

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