Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik Mörder von Nemzow zu 20 Jahren Haft verurteilt
Nachrichten Politik Mörder von Nemzow zu 20 Jahren Haft verurteilt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:08 13.07.2017
Die Angeklagten Temirlan E., Shadid G., Anzor G. und Khamzat B. stehen in Moskau vor Gericht. Quelle: dpa
Moskau

Im Mordfall des russischen Oppositionellen Boris Nemzow hat ein Moskauer Gericht den Todesschützen zu 20 Jahren Straflager verurteilt. Vier Komplizen erhielten Haftstrafen zwischen 11 und 19 Jahren, wie die Agentur Tass am Donnerstag meldete.

Zudem belegte der Richter Juri Schitnikow die fünf Angeklagten aus dem russischen Nordkaukasus demnach mit Geldstrafen von jeweils 100 000 Rubel (knapp 1500 Euro). Die Staatsanwaltschaft hatte für den Todesschützen lebenslange Haft beantragt, für die Mitangeklagten 17 bis 23 Jahre. Nemzow war im Februar 2015 in Moskau unweit des Kremls erschossen worden.

Boris Nemzow war im Februar 2015 in Moskau unweit des Kremls erschossen worden. Die Verteidigung hält die Schuld der Männer für nicht erwiesen und verlangt einen Freispruch oder eine Neuauflage des Prozesses. Die Familie des Getöteten wie die kritische Presse in Russland werfen den Behörden vor, dass der mutmaßliche politische Hintergrund des Auftragsmordes nicht aufgeklärt worden sei.

Von RND/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Russland-Affäre im Weißen Haus zieht immer weitere Kreise. Nach dem Sohn Donald Trump Jr. ist nun auch der ehemalige Wahlkampfstratege des Präsidenten Paul Manafort unter Verdacht geraten. Er soll demnächst vom Justizausschuss befragt werden.

13.07.2017

Das deutsch-französische Ministertreffen hat Tradition, doch in diesem Jahr steht es unter neuen Vorzeichen: Der Amtsantritt Macrons hat Hoffnungen auf neuen Schwung geweckt. Der Präsident begrüßt anschließend noch einen weiteren hochkarätigen Gast.

13.07.2017

Eigentlich waren sie regulär akkreditiert, doch dann wurden 32 Journalisten vom G-20-Gipfel ausgeschlossen. Nun mehren sich Forderungen, den Fall gründlich aufzuklären - sogar innerhalb der Regierung.

13.07.2017