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Nachrichten Politik Massenproteste gegen Waffengewalt in den USA
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21:29 24.03.2018
Blick vom Newseum auf die Demonstranten des Protests „Marsch für unsere Leben“ auf der Pennsylvania Avenue. Quelle: dpa
Washington

Hunderttausende haben in den USA für schärfere Waffengesetze demonstriert. Überlebende des Massakers an einer Schule in Florida mit 13 Toten hatten zu den Kundgebungen aufgerufen. In der Hauptstadt Washington und an zahlreichen anderen Orten gingen Teenager und ihre Unterstützer auf die Straße.

In Washington trugen die Teilnehmer des „March for Our Lives“ (Marsch für unsere Leben) Schilder mit Parolen wie „Wir sind der Wandel“ und „Kein weiteres Schweigen“. Sie drängten sich auf der Pennsylvania Avenue über mehrere Blocks hinweg von einer Bühne beim Kapitol in Richtung Weißes Haus.

Große Kundgebungen fanden unter anderem auch in Chicago, Boston, Philadelphia, Miami, Minneapolis, Houston, Los Angeles sowie in New York, der Heimatstadt von US-Präsident Donald Trump, statt. Protestler vor dem Trump-Tower hielten selbstgemalte Schilder mit Parolen wie „Wenn unsere Führer sich wie Kinder verhalten, müssen Kinder führen“ oder „Ich wähle 2020“ hoch. Weltweit gab es ebenfalls Solidaritätsaktionen, vereinzelt auch in Deutschland.

Viele der Demonstranten waren Schüler. Sie sagten, dass die führende Rolle von Jugendlichen bei der aktuellen Initiative einen Unterschied im Vergleich zu vorherigen Bemühungen um schärfere Waffengesetze machen werde.

20.000 Demonstranten in Parkland

In den USA und im Ausland sind mehr als 800 Märsche geplant, die etwa zur gleichen Zeit stattfinden sollen. Sie folgen auf einen Schusswaffenangriff an einer Schule in Florida im Februar, bei dem 17 Menschen getötet wurden. In Boston, New York, Chicago, Houston, Fort Worth und Minneapolis fanden große Protestversammlungen statt.

In Parkland, wo am 14. Februar das Massaker an der Marjory Stoneman Douglas High School verübt worden war, versammelten sich mehr als 20 000 Demonstranten in einem Park in der Nähe der Schule. Sie riefen Parolen wie „genug ist genug“. Auf einem Schild war zu lesen: „Warum sind eure Waffen wichtiger als unsere Leben?“

69 Prozent der Amerikaner für schärfere Waffengesetze

In Paris kamen etwa 100 Demonstranten beim Eiffelturm zusammen und forderten: „Schützt Kinder, nicht Waffen.“ Amerikaner und Franzosen nahmen teil.

Vor der Zentrale der Bundespolizei FBI in Washington versammelten sich etwa 30 Gegendemonstranten. Präsident Donald Trump war nicht in der Hauptstadt, sondern in Florida.

Einer neuen Umfrage von der Nachrichtenagentur AP und dem NORC-Forschungszentrums zufolge sind 69 Prozent der Amerikaner für eine Verschärfung der Waffengesetze. Im Oktober 2016 waren es noch 61 Prozent gewesen, im Oktober 2013 55 Prozent. Insgesamt sind 90 Prozent von Anhängern der Demokratischen Partei und 50 Prozent von Anhängern der Republikaner sowie 54 Prozent der Waffenbesitzer inzwischen für strengere Gesetze. Die AP-Umfrage ergab aber auch, dass fast die Hälfte der Amerikaner nicht damit rechnen, dass gewählte Amtsinhaber bei dem Thema handeln werden.

Von AP/dpa/RND

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