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Nachrichten Politik Mailkonten von Regierungsvertretern attackiert
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09:26 23.06.2017
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Berlin

Hacker versuchen sich verstärkt Zugang zu den privaten E-Mail-Konten von Regierungsmitgliedern, Beamten und Firmenchefs zu verschaffen. Davor warnt jetzt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Das Vorgehen ähnelt den Angriffen auf Hillary Clintons Wahlkampagne in den USA und auf Emmanuel Macrons „En marche“ Bewegung in Frankreich. In beiden Fällen wurden anschließend Korrespondenz und Dokumente geleakt, die den Wahlkampf beeinflussen sollten. Russische Hackergruppen wurden von mehreren Seiten dafür verantwortlich gemacht. In den aktuellen deutschen Fällen nennt das BSI explizit keinen Verdacht, aus welcher Richtung die Angriffe kamen. Im Visier stehen zur Zeit vor allem Konten bei den US-amerikanischen Betreibern Gmail und Yahoo. Bereits 2016 aber hat das BSI Vorbereitungen für Angriffe auf Mailkonten der deutschen Betreiber Gmx und Web.de registriert.

Im aktuellen Fall wurde eine verdächtige Mail nur deswegen identifiziert und unschädlich gemacht, weil der Empfänger sie von seinem privaten Postfach an seine Dienstadresse weitergeleitet hatte. Dadurch landete sie im vom BSI überwachten Regierungsnetz, zu dem 80 Behörden mit rund 40 000 Mitarbeitern gehören.

Bei den aktuellen Angriffen werden täuschend echt erscheinende Mails an ausgewähltes Spitzenpersonal gesandt. Die Angreifer geben beispielsweise vor, Auffälligkeiten bei der Nutzung des Postfachs beobachtet zu haben oder neue Sicherheitsfunktionalitäten anbieten zu wollen. Der Nutzer wird aufgefordert, einen Link anzuklicken und auf der sich öffnenden Webseite sein Passwort anzugeben. Durch die Preisgabe des Passworts erhalten die Täter Zugriff auf das persönliche E-Mail-Postfach und dessen Inhalte.

Von Jan Sternberg/RND

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