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Politik Kurz fordert Anlege-Verbot für Rettungsschiffe in ganz Europa
Nachrichten Politik Kurz fordert Anlege-Verbot für Rettungsschiffe in ganz Europa
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15:54 22.08.2018
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz fordert einen generellen Anlege-Stopp für Rettungsschiffe in ganz Europa. Quelle: AP
Wien

In der Debatte um das Rettungsschiff „Diciotti“, mit 177 Flüchtlingen an Bord, die noch immer nicht in Italien an Lands gehen durften, hat Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz nun einen generellen Anlege-Stopp für Flüchtlingsschiffe in allen EU-Häfen gefordert, wie zuerst „Bild“ berichtete.

Flüchtlinge, die mit dem Schiff aus Nordafrika nach Europa kommen, sollten nach Ansicht des Bundeskanzlers an der EU-Grenze gestoppt und zurück auf afrikanisches Festland gebracht werden. Kurz sei sich mit dem maltesischen Regierungschef Joseph Muscat in einem Telefonat über eine entsprechende Veränderung einig gewesen.

UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi könnte die Pläne des österreichischen Bundeskanzlers aber bereits durchkreuzt haben, denn der Vorschlag widerspreche internationalem Seerecht, wie Grandi im „Bild“-Interview sagte: „Die in internationalen Gewässern Geretteten müssen in einen sicheren Hafen gebracht werden.“ Libyen sei kein sicherer Hafen.

Flüchtlinge harren weiter an Bord des Schiffs aus

Den zweiten Tag in Folge harren 177 gerettete Bootsflüchtlinge auf einem Schiff im Hafen von Catania auf Sizilien aus. Seitens des Innenministeriums gebe es keine Neuigkeiten in dem Fall des Küstenwachenschiffs „Diciotti“, erklärte ein Sprecher am Mittwoch.

Italien hatte Brüssel am Sonntag aufgefordert, EU-Länder zu finden, die bereit sind, Migranten zu übernehmen. Erst dann will Innenminister Matteo Salvini die Menschen an Land gehen lassen. Laut Nachrichtenagentur Ansa waren an der Anlegestelle lediglich Polizei und Küstenwache präsent, nicht aber freiwillige Helfer oder der Zivilschutz.

Von RND/dpa/lf

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