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Politik Krisentreffen zwischen Gabriel und Cavusoglu
Nachrichten Politik Krisentreffen zwischen Gabriel und Cavusoglu
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19:36 03.03.2017
Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD). Quelle: imago
Istanbul

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu kommt nächste Woche für ein Treffen mit Bundesaußenminister Sigmar Gabriel nach Deutschland. Das berichtet die türkische staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Sie berief sich auf diplomatische Kreise. Demnach hatten Cavusoglu und Gabriel vorher telefoniert. Das Treffen ist für den 8. März geplant.

Bozdag spricht von „faschistischem Vorgehen“

Die türkische Regierung hält trotz aller Kritik an Wahlkampfauftritten ihrer Minister in Deutschland fest. Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci will am Sonntag in Frechen bei Köln vor Anhängern der Regierungspartei AKP sprechen, wie aus dem Kalender des Koordinationszentrums für die Auslandswähler der AKP hervorgeht. Die Stadt Köln hatte zuvor eine Veranstaltung mit Zeybekci in einem Saal eines Bezirksrathauses abgelehnt.

Zugleich verschärfte die Türkei ihre Angriffe auf Deutschland. Justizminister Bekir Bozdag bezeichnete den Stopp seines Auftritts am Donnerstag im baden-württembergischen Gaggenau als „faschistisches Vorgehen“. Außenminister Mevlüt Cavusoglu warnte Deutschland vor Konsequenzen. „Wenn Sie mit uns arbeiten wollen, müssen Sie lernen, wie Sie sich uns gegenüber zu verhalten haben“, sagte er in Ankara.

„Das Gespräch suchen – auch wenn es schwierig ist“

Deshalb bemühe sich Bundesaußenminister Gabriel um Schadensbegrenzung in den deutsch-türkischen Beziehungen, hatte Außenamtssprecher Martin Schäfer am Freitag angekündigt. „Es macht Sinn, miteinander das Gespräch zu suchen. Auch wenn es noch so schwierig ist.“

Der grüne Bundestagsabgeordnete Özcan Mutlu (Grüne) forderte, dass Deutschland im Streit mit der Türkei selbstbewusster auftrete. „Angela Merkel und Sigmar Gabriel müssen jetzt sagen, dass das Verhalten der türkischen Regierung Konsequenzen hat“, sagte Mutlu im Interview mit den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschlands (RND) – das gesamte Interview finden Sie hier.

Von dpa/RND