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Politik Kramp-Karrenbauer wirft Merz Naivität vor
Nachrichten Politik Kramp-Karrenbauer wirft Merz Naivität vor
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20:41 24.11.2018
Annegret Kramp-Karrenbauer Quelle: Ralf Hirschberger/dpa
Hannover

Annegret Kramp-Karrenbauer kritisiert Friedrich Merz für seine Aussage, die CDU habe den Aufstieg der AfD „achselzuckend hingenommen“. Solche Behauptungen seien ein Schlag ins Gesicht für alle in der CDU, die seit Jahren gegen die AfD kämpften, sagte die CDU-Generalsekretärin in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung „Jetzt so zu tun, als könne man einfach nur etwas Bestimmtes sagen oder beschließen und schon sei der Kampf gegen die AfD gewonnen, ist naiv.“

In dem Interview verteidigt Kramp-Karrenbauer den Schritt der Bundeskanzlerin aus dem Jahr 2015, die Grenzen für Hunderttausende Flüchtlinge offen zu halten. „Ich stand und stehe immer noch zu der Entscheidung der Bundesregierung“, sagte sie.

Im Gespräch mit dem Blatt stellte sie die Frage, was passiert wäre, wenn die Bundesregierung anders gehandelt hätte: „Hätte das geheißen: mit Bundespolizei, Militär und Wasserwerfern gegen Flüchtlinge vorzugehen – in einer Zeit, in der das ganze Land von einer Willkommenskultur geprägt war?“

Enges Rennen um Nachfolge von Angela Merkel

In der jetzigen Situation rät Kramp-Karrenbauer zu einer europäischen Lösung der Migrationsfrage. „Man muss auch in einer nationalen Drucksituation die Kraft haben, weiter auf Europa zu setzen.“

Kramp-Karrenbauer bewirbt sich wie Friedrich Merz und Jens Spahn um die Nachfolge von Angela Merkel im Amt der CDU-Vorsitzenden. Nach vier von acht Regionalkonferenzen gilt sie gemeinsam Merz als Favorit im Rennen um den Posten. Zuletzt hatte sie allerdings Kritik und Buh-Rufe aus den eigenen Reihen einstecken müssen.

Eine Umfrage sah im Rennen um den Vorsitz zuletzt Kramp-Karrenbauer vorn. Die CDU entscheidet am 7. Dezember über die Nachfolge von Angela Merkel.

Von pach/RND

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