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Politik Safety first – selbst wenn das höchst peinlich für Boeing ist
Nachrichten Politik Safety first – selbst wenn das höchst peinlich für Boeing ist
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14:42 13.03.2019
Chinesische Verwandte von Opfern, die bei dem Flugzeugabsturz ums Leben kamen, trauern am Unfallort in Äthiopien. Quelle: dpa Mulugeta Ayene/AP/dpa
Berlin

Die Luftfahrtbehörden in den USA und in Europa haben in der Vergangenheit Hand in Hand gearbeitet. Das lief reibungslos. Damit ist es jetzt vorbei. Für Europa gilt ein Flugverbot für die Boeing 737 Max. Die US-Aufsicht FAA sieht hingegen keinerlei Anlass für einen derartigen Schritt. Beobachter sprechen gar von einer Revolution.

Das ist übertrieben. Aber das Verhalten der FAA ist dennoch höchst bemerkenswert. Zwei Maschinen sind auf eine ähnliche Art und Weise innerhalb von weniger als fünf Monaten abgestürzt.

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Sicher ist auch, dass die 737 Probleme mit einem automatischen Stabilisierungssystem hat. Beweise, dass der Crash am Sonntag in Äthiopien und der Absturz Ende Oktober durch die gleichen Fehler dieses Systems verursacht wurden, gibt es bislang nicht. Vielleicht kann das sogar eindeutig nie bewiesen oder widerlegt werden.

Doch die vorliegenden Indizien können nur eines zur Konsequenz haben: Safety first – selbst wenn das Unannehmlichkeiten für Airlines bedeutet und höchst peinlich für Boeing ist. Dass das Management des Konzerns und die FAA-Verantwortlichen nun so tun, als gebe es keinen Grund zur Aufregung, ist unverantwortlich.

Die Amerikaner schaden sich selbst

Die Amerikaner schaden damit sich selbst. Schon rebellieren in den USA die Flugbegleiter; sie weigern sich, Dienst in der 737 Max zu tun. Vieles spricht dafür, dass bald auch Passagiere nicht mehr bereit sein werden, in die Maschinen einzusteigen.

Das kann Boeing in ernste Bedrängnis bringen. Die Aktie hat in den vergangenen Tagen schon mehr als 30 Milliarden Dollar an Wert verloren. Die Anleger flüchten.

Dabei braucht die Luftfahrt Boeing. Nur mit Boeing gibt es Wettbewerb auf dem Markt für große Passagierflugzeuge. Und nur mit Wettbewerb wird es weiter Innovationen und damit sparsamere Jets geben. Trotzdem gilt: Sorgfalt ist der Anfang von allem.

Von Frank-Thomas Wenzel/RND

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