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Politik “Klimapolitik auf schöne Worte beschränkt“
Nachrichten Politik “Klimapolitik auf schöne Worte beschränkt“
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16:03 15.01.2018
Die Grünen-Politikerin Annalena Baerbock wirft der Bundesregierung eine Mitschuld am Verfehlen des 1,5-Prozent-Klimaziels vor. Quelle: dpa
Hannover

Die Grünen rufen die potenziellen Koalitionspartner Union und SPD zur Kursänderung in der Klimapolitik auf. Angesichts der jüngsten Prognose des Weltklimarats, wonach das 1,5-Grad-Ziel aus dem Pariser Klimaabkommen wahrscheinlich nicht mehr eingehalten werden könne, hat die Grünen-Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock Sofortmaßnahmen verlangt. „Der Alarmruf der UN-Wissenschaftler muss die neue Bundesregierung aus der klimapolitischen Schlafwandlerei wecken“, sagte Baerbock dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Der schrittweise Abbau überschüssiger Kohlestromkapazitäten darf nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden. Sofortmaßnahmen beim Kohleausstieg sind unabdingbar“, forderte Baerbock, die Ende Januar für das Amt der Grünen-Vorsitzenden kandidiert.

Die Grünen-Politikerin aus Brandenburg wirft der geschäftsführenden Bundesregierung eine Mitverantwortung am Verfehlen des für die Mitte des Jahrhunderts vorgesehen globalen Klimaziels vor. „Auch die deutsche Bundesregierung trägt eine Mitschuld daran, dass der Weltklimarat nun warnen muss, die Erhitzung unseres Planeten ließe sich kaum noch auf 1,5°C begrenzen“, sagte Baerbock dem RND. Es habe über die letzten Jahre genügend Stimmen gegeben, die auf die Dringlichkeit entschiedenen Handelns hingewiesen hätten. „Doch gebremst von der Kohlelobby wie auch der eigenen Mutlosigkeit hat sich die Bundesregierung bei der Klimapolitik auf schöne Worte beschränkt“, kritisierte Baerbock.

Von RND

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