Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik Ivanka Trump nutzte Privataccount für Regierungsgeschäfte
Nachrichten Politik Ivanka Trump nutzte Privataccount für Regierungsgeschäfte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:11 26.09.2017
War sich keiner Schuld bewusst: Ivanka Trump. Quelle: dpa
Washington

Mindestens sechs Berater von US-Präsident Donald Trump sollen laut einem Bericht private E-Mail-Konten genutzt haben, um Angelegenheiten des Weißen Hauses zu diskutieren. Neben Trumps Schwiegersohn Jared Kushner hätten auch die ehemaligen Mitarbeiter Stephen Bannon und Reince Preibus private Adressen verwendet, berichtete die „New York Times“ am Montagabend unter Berufung auf Regierungsquellen.

Trumps Berater Gary Cohn und Stephen Miller hätten zumindest einige Nachrichten mit persönlichen Konten verschickt oder empfangen, hieß es in dem Bericht weiter. Auch Trumps Tochter Ivanka sei ähnlich vorgegangen. Regierungsmitarbeiter hätten die Nutzung der privaten Konten aber als sporadisch beschrieben.

Regierungsmitarbeiter müssen offizielle Konten nutzen

Ein Anwalt Kushners hatte zuvor bereits bestätigt, dass der 36-Jährige von Januar bis August dienstliche E-Mails auch über einen persönlichen Account laufen ließ.

Mitarbeiter der US-Regierung sind eigentlich dazu verpflichtet, ihre offiziellen Konten zu nutzen, damit es Aufzeichnungen über ihre Kommunikation gibt. Das Verhalten von Trumps Beratern ist nicht illegal, so lange sie Nachrichten von privaten Adressen an ihre dienstlichen weiterleiten. Die Enthüllungen sorgten aber deswegen für Wirbel, weil der Republikaner und sein Umfeld den E-Mail-Skandal um die Demokratin Hillary Clinton für sich ausgeschlachtet hatten.

Gegen Clinton ermittelte das FBI

Clinton hatte in ihrer Zeit als Außenministerin offizielle E-Mails über einen privaten und nicht gesicherten Server verschickt. Das FBI ermittelte deswegen, kam aber im Sommer 2016 zu dem Schluss, dass die Demokratin sich nicht strafbar gemacht hatte. Trump hielt ihr das Thema aber immer weiter vor.

Dennoch besteht zwischen den Fällen Beobachtern zufolge ein Unterschied. So habe Clinton ihren privaten Server genutzt, um vertrauliche Informationen zu speichern, schrieb die „New York Times“. Sie habe zudem ausschließlich den privaten Account verwendet und es habe sich um tausende E-Mails gehandelt.

Von dpa/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Alternative Nobelpreis geht in diesem Jahr an vier Menschen, die sich für Arme und Behinderte, gegen verseuchtes Trinkwasser und eine korrupte Regierung eingesetzt haben.

26.09.2017

Er gilt als Führungsfigur des IS in Deutschland. Zahlreiche junge Männer soll der Iraker Abu Walaa für die Terrormiliz Islamischer Staat angeworben haben. Am Dienstag beginnt der Prozess gegen ihn und vier weitere mutmaßliche Top-Islamisten in Celle.

26.09.2017

Mit aller Macht wollten die Republikaner “Obamacare“ abschaffen – aber die Republikaner können sich auf keinen Gesetzesentwurf einigen. Bis Ende September muss eine Lösung her, sonst scheitert das Vorhaben.

26.09.2017