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Politik Innenministerium warnt vor wachsender Terrorgefahr
Nachrichten Politik Innenministerium warnt vor wachsender Terrorgefahr
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20:48 02.06.2018
Am 3. Juni 2019 jährt sich der Terroranschlag auf die Londoner Tower Bridge. Quelle: Jens Koschorreck
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London

Großbritannien war im vergangenen Jahr Ziel von insgesamt fünf Terroranschlägen. Nach Angaben des Londoner Innenministeriums steigt nun die Gefahr durch Terror-Anschläge wieder an. „Wir gehen davon aus, dass die Bedrohung durch rechtsextremen Terrorismus wächst“, teilte das Ministerium mit. Auch die Gefahr islamistischer Attacken sei besorgniserregend. Sie bleibe „noch mindestens zwei Jahre auf ihrem gegenwärtig erhöhten Niveau“, könne aber auch zunehmen.

Insgesamt vereitelten dem Ministerium zufolge Spezialkräfte seit März 2017 zwölf islamistische und vier rechtsextreme Anschläge. Etwa 3000 potenziell gefährliche Personen stünden unter Beobachtung.

Anlass der Prognose ist der Jahrestag eines Anschlags in London

Das Innenministerium veröffentlichte seine Prognose zum Jahrestag des Anschlags auf der Tower Bridge am Sonntag in London. Drei islamistische Attentäter fuhren am 3. Juni 2017 mit einem Lieferwagen auf der Brücke gezielt in Passanten und töteten so drei Menschen. Anschließend rannten die Täter zum nahen Borough Market und erstachen fünf Personen. Polizisten erschossen kurz darauf die Attentäter. Der Borough Market gilt mit seinen Pubs und Delikatessen als Touristenmagnet mitten in der britischen Hauptstadt.

Die acht Todesopfer stammen aus fünf Ländern. Für sie wird es am Sonntag eine Gedenkfeier in der Southwark-Kathedrale geben. Anschließend ist am Nachmittag eine Schweigeminute geplant. Auf die Brücke werden die Wörter #LondonUnited (London vereint) projiziert. Londons Entschlossenheit gegen den Terrorismus sei noch nie größer gewesen, sagte Premierministerin Theresa May zum Jahrestag.

Fünf Terrorattacken innerhalb eines Jahres

Insgesamt war Großbritannien binnen eines Jahres von fünf Terrorattacken getroffen worden, darunter war ein Anschlag vor einem Gebetshaus aus Hass auf Muslime. Die meisten Opfer gab es am 22. Mai 2017, als ein islamistischer Einzeltäter kurz nach einem Popkonzert in Manchester eine selbstgebaute Bombe zündete. Er riss 22 Menschen mit in den Tod. Viele Opfer waren Kinder und Jugendliche.

Von RND/dpa

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