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Politik In Deutschland leben zehn Millionen Ausländer
Nachrichten Politik In Deutschland leben zehn Millionen Ausländer
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14:20 30.06.2017
Vor allem Menschen aus Syrien flüchteten die letzten zwei Jahre nach Deutschland. Quelle: dpa
Wiesbaden

Zum ersten Mal leben mehr als zehn Millionen Ausländer in Deutschland. „Das sind ungefähr so viele wie die Einwohner von Schweden“, sagte Gunter Brückner vom Statistischen Bundesamt am Freitag in Wiesbaden. Vor allem aufgrund der Zuwanderung von Flüchtlingen und aus der EU sei die Zahl der Menschen ohne deutschen Pass gestiegen; in den Jahren 2015 und 2016 zusammen um fast 1,89 Millionen oder 23 Prozent. Türkisch ist die häufigste Staatsangehörigkeit gefolgt von Polnisch, Syrisch und Italienisch.

Unterm Strich (Zuwanderung minus Fortzüge) kamen 2015 deutlich mehr Menschen (rund 1,5 Millionen Menschen) als 2016 (etwa 482 000) nach Deutschland. Ein leichtes Plus im Ausländerzentralregister geht auch auf die Geburten zurück: In der ausländischen Bevölkerung wurden im Vergleichszeitraum 98 700 Babys mehr geboren als Menschen starben. Etwa 229 800 Menschen wurden in den vergangenen zwei Jahren zugleich eingebürgert und damit aus dem Register gestrichen.

Vor allem Flüchtlinge aus Syrien, Afghanisatan und dem Irak haben die ausländische Bevölkerung aus Nicht-EU-Staaten innerhalb von zwei Jahren steigen lassen, um 1,28 Millionen auf rund 5,7 Millionen. „Demgegenüber spielten die EU-Mitgliedsstaaten seit 2015 eine weniger wichtige Rolle als zuvor“, sagte Brückner. Die regionale Verteilung der Menschen hat sich in den vergangenen zehn Jahren kaum geändert. Die meisten Ausländer leben in Nordrhein-Westfalen, die wenigsten in Mecklenburg-Vorpommern.

Von RND/dpa

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