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10:00 26.11.2017
Bis Ende August bewarben sich in diesem Jahr 10 105 Männer und Frauen für den freiwilligen Wehrdienst. Quelle: dpa
Berlin

Die Bundeswehr liefert sich mit der Wirtschaft einen harten Wettbewerb um die besten Köpfe. Und hat offenbar das Nachsehen. Sechs Jahre nach Aussetzung der Wehrpflicht melden sich immer weniger Männer und Frauen zum freiwilligen Dienst an der Waffe. Bis Ende August bewarben sich in diesem Jahr 10 105 Männer und Frauen für den freiwilligen Wehrdienst - ein Rückgang von mehr als 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Verteidigungsministerium der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Mehr als jeder Vierte bricht den Dienst während der Probezeit wieder ab.

Die Trendwende Personal greife trotzdem, heißt es im Ministerium. Der jährliche Mindestbedarf von 8 500 Frauen und Männern im freiwilligen Wehrdienst werde auch 2017 sichergestellt. Das Ministerium spricht von einer „Schwerpunktverlagerung“: Man wolle nun vor allem Personal gewinnen, das sich langfristig binde. Die Bewerbungen für eine Laufbahn als Zeitsoldat seien im Vergleich zum Vorjahr gestiegen - um knapp drei Prozent auf rund 33 400. Insgesamt sank die Zahl der Bewerber für eine militärische Laufbahn - ob für den freiwilligen Wehrdienst oder als Zeitsoldat - von 44 533 auf 43 512.

Die Wehrpflicht für Männer war 2011 ausgesetzt worden. Zum 30. November 2012, also vor genau fünf Jahren, schlossen die letzten Kreiswehrersatzämter, in denen von 1957 bis 2010 mehr als 20 Millionen Wehrpflichtige gemustert wurden. An die Stelle der Kreiswehrersatzämter traten Karrierecenter.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen versucht seit Jahren, die Bundeswehr attraktiver zu machen. Sie soll familienfreundlicher werden. Werbekampagnen wie Youtube-Serien sollen Nachwuchs anlocken. Gleichzeitig beschädigten zuletzt mehrere Skandale etwa um den terrorverdächtigen Oberleutnant Franco A. das Ansehen der Truppe.

Von dpa/RND

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