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Politik Hilferuf der Aquarius: „Ohne Flagge können wir nicht retten“
Nachrichten Politik Hilferuf der Aquarius: „Ohne Flagge können wir nicht retten“
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14:02 08.10.2018
Das Rettungsschiff „Aquarius“ kommt im Hafen von Marseille an, der derzeitige Flaggenstaat Panama will dem Schiff die Flagge entziehen. Quelle: Claude Paris/AP/dpa
Berlin

Der deutsche Eigner des Flüchtlingsrettungsschiffes „Aquarius“ hat Italien vorgeworfen, mit starkem politischen Druck den Flaggenentzug für das Schiff durchgesetzt zu haben. Rom habe Panama vor die Wahl gestellt, die Registrierung der „Aquarius“ zu streichen oder andernfalls Schiffen unter Panama-Flagge generell ein Einlaufen in italienische Häfen zu verbieten, kritisierte der Geschäftsführer der Bremer Reederei Jasmund Shipping, Christoph Hempel, bei einer Pressekonferenz.

Das von der Hilfsorganisation SOS Méditerranée gechartete und mit dem Verein „Ärzte ohne Grenzen“ betriebene Schiff liegt derzeit unter panamaischer Flagge in Marseille. Die Streichung aus dem Register des mittelamerikanischen Landes sei laut Hempel aber definitiv. Wann genau die Entscheidung vollzogen wird, steht noch nicht fest. Hempel: „Ich denke, ich habe noch eine Woche.“ Es sei bereits in den Parlamenten der Schweiz, in Luxemburg sowie in Venezuela über die Möglichkeit einer Flaggenvergabe gesprochen worden.

„Ohne Flagge könnten wir nicht retten“, betonte Jana Ciernioch, Sprecherin von SOS Méditerranée Deutschland. „Wir sind derzeit komplett handlungsunfähig.“ Seit Anfang 2016 habe die 77 Meter lange „Aquarius“ knapp 30.000 Menschen aus dem Mittelmeer vor dem Ertrinken gerettet. Die deutsche Regierung müsse sich konkret für eine neue Flagge einsetzen. „Die Bundesregierung hat eine klare Verantwortung, sich zu positionieren, was sie bisher wenig bis gar nicht getan hat“, bemängelte Ciernioch.

Von RND/dpa/ngo

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