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Politik Herrmann droht Ditib mit Beobachtung durch Verfassungsschutz
Nachrichten Politik Herrmann droht Ditib mit Beobachtung durch Verfassungsschutz
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11:13 09.01.2019
Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern: „Besonders alarmierend ist, dass die Ditib auch Vertreter der Muslimbrüder eingeladen hat.“ Quelle: Matthias Balk/dpa
Augsburg

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) droht dem Islamverband Ditib mit einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz. Herrmann sagte der „Augsburger Allgemeinennach der Teilnahme offenbar radikaler Kräfte bei einem Treffen europäischer Muslime in der Kölner Ditib-Moschee: „Besonders alarmierend ist, dass die Ditib auch Vertreter der Muslimbrüder eingeladen hat.“ Dass Ditib sich „mit solchen Gruppen verbündet, wirft ein bezeichnendes Licht auf den Verband“. Die Bruderschaft vertrete Standpunkte, die mit der Verfassung „nicht in Einklang zu bringen sind“, sagte Herrmann.

Herrmann: Staat muss „sehr aufmerksam sein“

In Deutschland herrsche zwar Religionsfreiheit, sagte der bayerische Innenminister. Wenn Ditib jedoch ein muslimisches Zentrum wie in Köln „systematisch“ missbrauche, müssen man sich dem klar entgegenstellen. Der Staat müsse hier „sehr aufmerksam sein“, sagte der CSU-Polititiker der Augsburger Zeitung. Durch die Religionsfreiheit seien keinesfalls Versuche aus dem Ausland gedeckt, massiven religiösen Einfluss in Deutschland zu nehmen, kritisierte Herrmann namentlich den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan: „Die Konferenz passt in die bekannte Strategie der Erdogan-Regierung.“

Islamisten bei Treffen europäischer Muslime

Vom 2. bis 4. Januar hatte es in Köln ein Treffen europäischer Muslime mit rund 100 Teilnehmern aus 17 Ländern gegeben. Laut Medienberichten sollen mit Khaled Hanafy, Hussein Halawa und Ibrahim El-Zayat Teilnehmer vor Ort gewesen sein, die den Muslimbrüdern und damit radikalen Islamisten zugerechnet werden. Die Ditib bestätigte deren Teilnahme nicht und erklärte lediglich, dass „Vertreter von konservativeren bis hin zu moderneren Auslegungen des Islams“ anwesend waren.

Von RND/epd

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