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Nachrichten Politik Hamburgs Innensenator Grote zieht erste Bilanz
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15:03 07.07.2017
Hamburgs Innensenator Andy Grote zeigte sich überrascht von der extremen Gewalt. Quelle: dpa
Hamburg

Einsatzkräfte, die die Wohnung des Hamburger Innensenators Andy Grote (SPD) bewachten, seien attackiert worden. Sie blieben allerdings unverletzt.

Der Innensenator selbst zog am Freitag eine erste Bilanz zur vergangenen Gewalt-Nacht: Von 160 verletzten Beamten mussten mindestens fünf im Krankenhaus behandelt werden. Auch auf Seiten der Demonstranten gab es Verletzte. Zudem wurden 45 linksgerichtete Demonstranten festgenommen und mindestens 15 in Gewahrsam genommen. Etwa 12 000 Menschen hatten sich am Donnerstag an dem Protestmarsch „Welcome to hell“ gegen den G20-Gipfel teilgenommen. Die Feuerwehr rückte mehr als 60 Mal aus, nachdem an vielen Demonstrationspunkten in Hamburg unkontrolliert Gegenstände angezündet wurden.

Grote zeigte sich am Freitag überrascht über die extreme Gewalt gegen die Einsatzkräfte der Polizei. Den großen Teil der Demonstranten könne man dem friedlichen Lager zuordnen, so der Innensenator, schwierig sei jedoch, dass der schwarze Block nicht von den normalen Protestierenden separiert werden könne, was den Einsatz der Beamten erheblich erschwere.

Der Hamburger Polizeichef Ralf Martin Meyer sieht die Protestcamps als Ausgangspunkt für die übermäßige Gewalt. Am Freitagnachmittag äußerte er: „Heute Morgen gegen 6 Uhr ist eine größere Gruppe in Richtung Altona losgelaufen. In einem Wohngebiet haben sie angefangen, Fahrzeuge in Brand zu setzen. Das, was wir immer befürchtet haben, und warum wir dagegen waren, eine Schlafmöglichkeit für Menschen anzubieten, ist damit eingetreten. Das Camp diente als Ausgangspunkt für völlig sinnlose Sachbeschädigungen.“

Die globalisierungskritische Initiative Attac machte die Sicherheitskräfte für die ausufernden Gewaltsituationen verantwortlich und sprach von einer „Eskalation mit Ansage“.

Von RND/krö

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