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Politik Hacker-Angriff auf US-Demokraten abgewehrt
Nachrichten Politik Hacker-Angriff auf US-Demokraten abgewehrt
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08:46 23.08.2018
Ein Hacker-Angriff auf die Wählerdatenbank der Häcker-Demokraten wurde verhindert Quelle: Oliver Berg/dpa
Washington

Die US-Demokraten haben nach eigenen Angaben einen versuchten Hacker-Angriff auf ihre Datenbank mit Informationen von Millionen Wählern im ganzen Land vereitelt. Wie am Mittwoch aus Parteikreisen verlautete, wurde die demokratische Parteiführung am Dienstag über einen anscheinenden Hackerversuch in Kenntnis gesetzt. Daraufhin habe das Democratic National Committee (DNC) die Behörden eingeschaltet. Informationen aus der Datenbank seien nicht nach draußen gelangt. Welche Drittpartei versucht habe, sich in das System zu hacken, sei unklar, hieß es.

Der Sicherheitsbeauftragte der Demokratischen Partei, Bob Lord, setzte demokratische Vertreter aus den verschiedenen US-Staaten am Mittwoch in Chicago über den Vorfall in Kenntnis. Der Hackerversuch sei ein weiterer Beleg dafür, dass vor den Zwischenwahlen im November konstant Bedrohungen auf die Demokraten warteten und sie deshalb sehr wachsam sein müssten, erklärte er.

„Sicherheitssystem funktioniert rund um die Uhr“

Lord kritisierte den republikanischen US-Präsidenten Donald Trump dafür, nicht genug zu tun, um die amerikanische Demokratie zu schützen. Die US-Regierung müsse entschiedenere Schritte tätigen, um die amerikanischen Wahlsysteme zu sichern.

US-Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen sagte, die schnelle Reaktion auf den versuchten Hackerangriff zeige, dass das Sicherheitssystem rund um die Wahlen funktioniere. „Jeder Angriff auf eine politische Partei oder ein Wahlkampfteam ist wichtig für uns alle“, sagte sie und betonte, die Regierung unternehme alles, um beim Schutz des Wahlprozesses zu helfen. Bei den bevorstehenden Kongresswahlen steht die Mehrheit der Republikaner auf dem Spiel, möglicherweise könnten die Demokraten die Kontrolle in einer oder in beiden Kammern übernehmen.

FBI äußert sich nicht zur Attacke

Das DNC stellt die Datenbank in den Bundesstaaten bereit, damit mit den Informationen Wähler für demokratische Kandidaten gewonnen werden können. Das FBI kommentierte die Angaben auf Anfrage nicht.

Die Cybersicherheit der Demokraten ist seit der Präsidentschaftswahl im Jahr 2016 ein Thema, das die USA umtreibt. Hacker, die später von den US-Geheimdienste als Russen identifiziert wurden, verschafften sich damals Zugriff zu den Servern des DNC und veröffentlichten daraufhin interne Mitteilungen der Demokraten. Auch die E-Mail-Konten des Wahlkampfmanagers von Kandidatin Hillary Clinton, John Podesta, zapften die Hacker an, um während des Wahlkampfs regelmäßig Inhalte publik zu machen. Clinton verlor die Wahl schließlich gegen ihren republikanischen Rivalen Trump.

Von RND/AP

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