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23:36 26.01.2018
Habeck hatte einen mächtigen Fürsprecher. Ausgerechnet der Parteilinke Jürgen Trittin sprang für den Realo Habeck in die Bresche Quelle: dpa
Hannover

Die Grünen machen den Weg frei für Robert Habeck. Auf dem Bundesparteitag in Hannover hat am Freitagabend eine klare Mehrheit der Delegierten für eine grundlegende Änderung der Parteisatzung gestimmt. Sie ermöglicht es dem Landwirtschaftsminister aus Schleswig-Holsteinisch, im Falle seiner Wahl zum Parteivorsitzenden am heutigen Sonnabend für eine Übergangszeit von acht Monaten sein Ministeramt in der Kieler Jamaika-Koalition weiter auszuüben. Habeck hatte eine Übergangsfrist zur Bedingung für seine Kandidatur erklärt.

„Ich brauche diese acht Monate, und wenn ich die nicht bekomme, dann kann ich nicht kandidieren“, sagte Habeck in der Vorstellung des entsprechenden Antrags zur Satzungsänderung. Die Übergangsfrist sei nötig, so Habeck, „wenn eine Legislaturperiode neu ist, wenn Partner sich erst finden müssen, wenn Menschen überlegen müssen, wie ihre Lebens- und Karrierewege weitergehen“. Zugleich sprach Habeck seinen Respekt gegenüber jenen Parteimitgliedern aus, die eine Aufweichung des Grünen-Prinzips der Trennung von Amt und Mandat ablehnen. „Ich achte diejenigen sehr, die Prinzipien hochhalten.“

Habeck hatte einen mächtigen Fürsprecher. Ausgerechnet der Parteilinke Jürgen Trittin sprang für den Realo Habeck in die Bresche und warb gegenüber den Delegierten für die Gewährung der achtmonatigen Frist. „Wir müssen aufhören so zu tun, als gäbe es eine unbefleckte Tätigkeit in der Partei, und alles, was in der Regierung ist, ist kompromisslerisch“, so Trittin.

Neben Habeck kandidieren am Samstag die Brandenburgerin Annalena Baerbock und die niedersächsische Fraktionschefin Anja Piel auf dem Frauenplatz für den Parteivorsitz. Piel gehört zum linken Flügel der Grünen, Baerbock gilt wie Habeck als Vertreterin des Realo-Flügels. Mit einem Wahlsieg Habecks und Baerbocks hätten die Grünen erstmals in ihrer knapp 40-jährigen Geschichte eine Realo-Doppelspitze

Von Marina Kormbaki/RND

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