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Politik „Größte Hexenjagd der amerikanischen Geschichte“
Nachrichten Politik „Größte Hexenjagd der amerikanischen Geschichte“
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17:37 18.05.2017
Trump sieht sich zu Unrecht verfolgt, während man im US-Abgeordnetenhaus erleichtert ist über die neuesten Russland-Ermittlungen. Quelle: imago/ZUMA Press
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Washington

Nachdem sich Trump zunächst zuversichtlich geäußert hatte, dass die Ermittlungen keine wesentlichen neuen Erkenntnisse zutage fördern würden, änderte sich seine Tonlage am Donnerstag schlagartig: „Das ist die größte Hexenjagd auf einen einzelnen Politiker, die die amerikanische Geschichte jemals gesehen hat“, schrieb der Chef des Weißen Hauses per Twitter.

Tatsächlich ist die Berufung eines Sonderermittlers höchst ungewöhnlich. Der frühere FBI-Direktor Robert Mueller, der die heiklen Kontakte zwischen dem Trump-Team und dem Kreml nun aufklären soll, besitzt enorme Zugriffsrechte quer durch die US-Administration. Parteiübergreifend wird die Berufung Muellers begrüßt: „Jetzt habe ich wesentlich größeres Vertrauen in die Ermittlungen“, sagt Chuck Schumer, Fraktionschef der Demokraten im Senat.

18-mal hatte Trump-Wahlkampfteam mit Russland Kontakt

Unterdessen werden in Washington immer mehr Details zur Russland-Affäre bekannt: So berichtet die Nachrichtenagentur Reuters von insgesamt 18 Kontakten zwischen dem Trump-Team und Personen im engeren Umfeld der russischen Führung. Der Informationsaustausch soll zwischen April und November vergangenen Jahres stattgefunden haben.

Sondermittler Mueller hat nun zu klären, ob es dabei zu verbotenen Absprachen kam. Wie es heißt, soll der damalige Trump-Vertraute und spätere Sicherheitsberater Michael Flynn mit dem russischen Botschafter unter anderem über die Einrichtung eines geheimen Gesprächskanals gesprochen haben, um die US-Ministerien zu umgehen, die einer engeren Kooperation mit Moskau skeptisch gegenüberstehen.

Von Stefan Koch/RND

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