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20:56 24.03.2018
Polizisten drängen mit Pfefferspray eine Demonstrationsgruppe zurück, die gegen die Aktion der Initiative „Kandel ist überall“ protestiert. Quelle: dpa
Kandel

Es ist ein bunter Haufen, der sich am Samstag zum Protest auf dem Kandeler Bahnhofsvorplatz zusammengefunden hat. Neben Naturfreunden stehen Vertreter der „Antifaschistischen Aktion“, neben Gewerkschaftern auch Vertreter von Kirchen - und mittendrin die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), die ihr halbes Kabinett mitgebracht hat.

Sie alle sind dem Aufruf gefolgt, ein Zeichen gegen die Rechtspopulisten zu setzen, die seit dem Tod der 15-jährigen Mia regelmäßig in der 9000-Einwohner-Stadt Kandel demonstrieren – zum Beispiel für die Schließung der Grenzen.

Mia war vermutlich von ihrem Ex-Freund getötet worden, einem Flüchtling aus Afghanistan. Auch am Samstag folgen später etwa 1000 Menschen dem Aufruf der Initiative „Kandel ist überall“ und ziehen mit „Merkel muss weg“-Parolen durch die Stadt

Mancher Kandeler begrüßt den Klartext aus der Politik

Dass „von oben“ derart Klartext gesprochen wird, tut vielen Kandelern gut. Sie mussten in den vergangenen Wochen zusehen, wie eine Demo nach der anderen organisiert wurde - immer mit Bezug auf den Tod des Mädchens. Am 3. März waren 4500 Demonstranten in der Stadt. „Wir Kandeler wollen das nicht“, sagt ein 75 Jahre alter Rentner über die Aufzüge der Rechtspopulisten.

Während der Demo-Zug mit einem Kirchenpräsidenten, einem Landrat und zwei Ministern an der Spitze durch die schwer bewachten Straßen des Ortes zieht, startet nur wenige Hundert Meter weiter die von der Initiative „Kandel ist überall“ organisierte Demonstration.

Die Polizei musste einschreiten

Zum Kontakt zwischen den Lagern kommt es am Samstag nicht. Laut Polizei fliegen aber aus dem linken Spektrum einige Böller und Flaschen auf die Beamten. „Aus dem Grund wurden Pfefferspray und Schlagstock eingesetzt“, sagt eine Polizeisprecherin. Dann geht alles dem Ende zu – zumindest vorerst. Die nächste Demo steht schon fest. Nach Angaben eines Sprechers der Verbandsgemeindeverwaltung hat ein sogenanntes Frauenbündnis für jeden ersten Samstag im Monat eine Demonstration angemeldet. Der nächste Termin ist der 7. April

Von dpa/RND

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