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Politik Gauland zum Co-Vorsitzenden gewählt
Nachrichten Politik Gauland zum Co-Vorsitzenden gewählt
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19:44 02.12.2017
Der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen (r) gratuliert seinem gerade gewählten Co-Vorsitzenden Alexander Gauland.  Quelle: dpa
Hannover

 Anlässlich des AfD-Bundesparteitags in Hannover haben mehrere hundert Demonstranten das Gelände rund um das Kongresszentrum blockiert. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort und setzte Wasserwerfer, Pfefferspray und Schlagstöcke gegen die AfD-Gegner ein. Sowohl aufseiten der Demonstranten wie auch unter den Beamten habe es Verletzte gegeben, hieß es. Mehrere Demonstranten seien in Gewahrsam genommen worden. Bereits seit 7 Uhr am Samstagmorgen kam es zu mehreren Aktionen im Bereich des Veranstaltungsorts.

Da einige Delegierte Probleme hatten, zum Veranstaltungsort zu gelangen, begann der Parteitag mit rund einer Stunde Verspätung um 11 Uhr. Wie die „Hannoversche Allgemeine“ berichtet, seien mehreren Journalisten wegen „Kapazitätsproblemen“ die Akkreditierung entzogen worden.

Rund um dem AfD-Parteitag in Hannover demonstrieren Gegner der Partei und blockieren Zufahrtsstraßen zum Kongresszentrum. Die Polizei ist mit mehreren hundert Einsatzkräften vor Ort, um das Gelände zu sichern

Wichtigster Tagesordnungspunkt auf dem Programm des AfD-Parteitages ist die Neuwahl des Parteivorstandes, der aktuell von Jörg Meuthen geführt wird. Der Vorsitzende des Berliner Landesverbandes, Georg Pazderski bekräftigte kurz vor Beginn der Veranstaltung seine Absicht, für einen der beiden Spitzenposten zu kandidieren.

Alle Entwicklungen im Liveticker der „Hannoverschen Allgemeine“.

  • 02.12.17 20:40
    André Poggenburg hält eine scharfe Bewerbungsrede: "Dieses Land hat den Deutschen zu gehören, wem denn sonst?" Er verliert dennoch gegen Glaser. Eine Niederlage für den "Flügel"
  • 02.12.17 20:23
    Weiter geht es mit der Wahl der stellvertretenden Bundessprecher: Albrecht Glaser, gescheiterter Bundespräsidenten-Kandidat und verhinderter Bundestags-Vize, möchte seinen Vize-Posten behalten. Er fordert einen "Masterplan für Deutschland". Und wieder sagt er den Satz, der ihn aus dem Bundestags-Präsidium fernhält: "Kein Islam ohne Scharia".
  • 02.12.17 19:57
    Hat er. Kay Gottschalk, Ex-Sozialdemokrat, Ex-Pretzell-Vertrauter, ist zum stellvertretenden Bundessprecher gewählt worden
  • 02.12.17 19:57
    Gottschalk war Vertrauter des inzwischen abtrünnigen Petry-Ehemanns Marcus Pretzell, der ihn (vergeblich) zum Landesvorsitzenden in NRW machen wollte. Mit seiner scharfen Rede hat er diese Erinnerung vermutlich ausgelöscht
  • 02.12.17 19:57
    Kay Gottschalk aus NRW trägt den Amrn in der Schlinge, er würde nach eigenen Angaben am Morgen von Gegendemonstranten verletzt. "Deren Gesichter waren stumpf, die hätten auch ein KZ leiten können", meint er. Er fordert eine persönliche Entschuldigung von Innenminister Boris Pistorius (SPD) "dieses verlotterten Landes".
  • 02.12.17 19:55
    Georg Pazderski wird zum Ausgleich zum Stellvertreter gewählt. Einige Kandidaten wecken die Delegierten nach fast neun Stunden wieder auf: Petr Bystron aus Bayern solidarisiert sich offensiv mit der Identitären Bewegung - für die Nähe war er vom alten Bundesvorstand abgemahnt worden. Die Rechtsextremen seien "Männer, die ihre Heimat lieben - und ich möchte meine Heimat nie wieder verlieren". Bystron floh als Jugendlicher aus der sozialistischen Tschechoslowakei.
  • 02.12.17 18:30
    Gauland glättet die Wogen, bindet alle ein. Die "Bürgerbewegungen" wie Pegida seien genau so wichtig wie die parlamentarische Arbeit im Bundestag. Die Partei ist müde, der Applaus nur matt. 67 Prozent sind nicht der Anlass zu mehr.
  • 02.12.17 18:19
    Nun ist es offiziell: Alexander Gauland tritt an. Der völkische Senior rettet die gespaltene Partei. Pazderski zieht zurück. Sayn-Wittgenstein ebenso. Damit hat Gauland keinen Gegenkandidaten mehr.
  • 02.12.17 18:09
    Vermutlich wird nun doch Gauland antreten, um das Patt zu brechen. "Wollen Sie antreten?", wird der Senior gefragt. "Um Wollen geht es nicht mehr", sagt Gauland.
  • 02.12.17 17:26
    Stichwahl: Pazderski setzt sich mit 49,39 Prozent gegen Sayn-Wittgenstein mit 47,83 Prozent durch. Doch gewählt ist immer noch keiner.
  • 02.12.17 17:19
    Der extrem rechte "Flügel" in der AfD hat einen Überraschungserfolg hingelegt: Doris von Sayn-Wittgenstein hat sich mit 49,39 Prozent gegen Pazderski durchgesetzt. Damit hat sie jedoch die geforderten 50 Prozent verfehlt. Es muss eine weiteren Wahlgang geben.
  • 02.12.17 17:15
    Mit Sätzen wie "Ich möchte nicht in dieser Gesellschaft ankommen, denn in dieser Gesellschaft werden wir ausgegrenzt", erntet die Adlige stehende Ovationen. Sie spricht von "Identität" und wendet sich dagegen, dass "Vereine vom Verfassungsschutz beobachtet werden, weil sie eine besondere Heimatliebe an den Tag legen".
  • 02.12.17 17:12
    Doch die Partei-Rechte hat eine eigene Kandidatin gegen Pazderski ins Spiel gebracht: Die 63-jährige Doris von Sayn-Wittgenstein, Landesvorsitzende in Schleswig-Holstein. "Ich möchte nicht koalieren, bevor die anderen Parteien um Koalitionsverhandlungen betteln", sagt sie. Tosender Applaus.
  • 02.12.17 16:54
    Nun ist es offiziell: Der Showdown fällt aus. Gauland tritt nicht gegen Pazderski als Bundessprecher an.
  • 02.12.17 16:44
    Jörg Meuthen ist mit 72,05 Prozent zum AfD-Bundessprecher wiedergewählt worden.
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Von HAZ/RND/dpa

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