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Politik Gauland sieht inhaltliche Nähe der AfD zur Sammlungsbewegung
Nachrichten Politik Gauland sieht inhaltliche Nähe der AfD zur Sammlungsbewegung
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14:54 03.09.2018
Alexander Gauland kommentiert die Gründung der Sammlungsbewegung – und sieht eine inhaltliche Nähe zur AfD. Quelle: imago/Jan Huebner
Berlin

: AfD-Chef Alexander Gauland sieht die Sammlungsbewegung von Sahra Wagenknecht inhaltlich in Übereinstimmung mit der AfD. „Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine sehen viel klarer als andere Linke, warum wir so stark geworden sind. Sie möchten dem etwas entgegensetzen“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Frau Wagenknecht hat begriffen, was nicht ganz so schwierig zu begreifen ist, dass es einen Sozialstaat mit offenen Grenzen nicht geben kann. Der Grundgedanke ist natürlich richtig.“

Die Fraktionsvorsitzende der Linken will durch die Gründung der außerparlamentarische Sammlungsbewegung „Aufstehen“ den Anhängern linker Politik, die sich von den klassischen Parteien abgewendet haben, eine neue Heimat geben. Die Bewegung möchte Schauspieler, Autoren, Wissenschaftler und unzufriedene Aktivisten zusammenführen und versteht sich ausdrücklich nicht als Partei. Sie soll am Dienstag in einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt werden.

Gauland erwartet innerparteilichen Widerstand für Wagenknecht. „Ich sehe keine Möglichkeit, dass Wagenknecht sich mit ihrer Sammlungsbewegung durchsetzt. Die Widerstände in ihrer eigenen Partei sind zu stark, ebenso bei den Grünen und den linken Sozialdemokraten.“

AfD stellt sich für Wahlkämpfe im Osten auf

Gauland sprach sich gegenüber dem RND dafür aus, dass die AfD die Wahlkämpfe im Osten 2019 mit einer sozialen Agenda führt. Er sagte: „Ostdeutsche Wahlkämpfe werden anders geführt als westdeutsche Wahlkämpfe. Sie müssen so viel wie möglich bürgerliche Wähler im Westen erreichen und andererseits möglichst viele derjenigen Wähler im Osten erreichen, die uns aus einer tiefen psychologischen Krise ihrer Vergangenheit heraus wählen.“

Von Jörg Kallmeyer/RND

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