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00:51 27.04.2018
Die meiste Zeit wird geübt: Mitglieder der Spezialeinheit GSG9 auf dem Gelände der Bundespolizeifliegerstaffel in Blumberg. Quelle: dpa
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Berlin

Die Eliteeinheit der Bundespolizei, GSG9, soll um ein Drittel vergrößert werden und sucht deshalb Nachwuchs. Die GSG9 solle mit dem Aufbau eines zweiten Standorts in Berlin deutlich größer werden, sagte der Kommandeur der Einheit, Jérome Fuchs, dem rbb Inforadio. „Wir reden über circa ein Drittel der aktuellen Stärke des Verbandes. Das ist auch die große Herausforderung für die GSG9, den geeigneten Nachwuchs zu bekommen“. Die genaue Personalstärke der GSG9 ist geheim, sie soll nach Angaben des ehemaligen Kommandeurs Ulrich Wegener jedoch bei etwa 400 Mann liegen.

Stationiert werde die Einheit wahrscheinlich in Spandau, die Entscheidung ist jedoch noch nicht endgültig gefallen. Grund für den zweiten Standort in Berlin sei die anhaltende terroristische Bedrohung. „Wenn man sich die vergleichbaren Terrorlagen anschaut europaweit, dann waren oftmals die Hauptstädte betroffen. Wir müssen uns auf jeden Fall in der Hauptstadt besser aufstellen. Die Zielrichtung ist klar: eine schnelle Reaktionsfähigkeit der GSG9 in der Hauptstadt“, sagte Fuchs.

Berühmter Einsatz gegen palästinensische Terroristen

Die GSG9 wurde 1972 als Antiterroreinheit und zur Geiselbefreiung gegründet, Anlass war die Geiselnahme in München, bei der Terroristen elf israelische Teilnehmer der Olympischen Spiele getötet hatten. Berühmt wurde die GSG9 fünf Jahre später, als sie das Lufthansa-Flugzeug „Landshut“ stürmte und die Passagiere aus der Hand palästinensischer Terroristen befreite.

Zur GSG9 kann nur versetzt werden, wer höchstens 31 Jahre alt ist und bereits eine Ausbildung bei der Bundespolizei oder den Polizeien der Länder absolviert hat. Außerdem ist ein spezielles Eignungsauswahlverfahren nötig.

Von dpa/RND

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