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Politik G7-Staaten wollen Syrien-Konflikt mit Russland lösen
Nachrichten Politik G7-Staaten wollen Syrien-Konflikt mit Russland lösen
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18:38 11.04.2017
Der italienische Außenminister Angelino Alfano begrüßt Bundesaußenminister Sigmar Gabriel. Quelle: dpa
Lucca

„Wenn Russland bereit ist, seinen Einfluss geltend zu machen, sind wir bereit zusammenzuarbeiten, um den Konflikt in Syrien zu lösen“, heißt es in der Abschlusserklärung des G7-Außenministertreffens im italienischen Lucca.

Die G7 stellen sich darin aber auch hinter den Vergeltungsschlag der USA für den mutmaßlichen Giftgasangriff auf einen von Rebellen kontrollierten Ort. Der Raketenbeschuss einer Luftwaffenbasis sei eine „sorgfältig bemessene und begrenzte Antwort auf dieses Kriegsverbrechen“ gewesen. An Russland und den Iran appelliert die G7, die syrische Regierung von Präsident Baschar al-Assad zur Einhaltung der Konvention zum Verbot von Chemiewaffen zu drängen. Die USA hatten in der vergangenen Woche erstmals seit Beginn des Syrien-Kriegs vor sechs Jahren Assads Truppen angegriffen – als Vergeltung für den mutmaßlichen Giftgasangriff.

Scharfe Kritik an Nordkorea

Die nordkoreanischen Atom- und Raketentests wurden zudem von den G7 aufs Schärfste verurteilt. Die „dramatische Zunahme“ dieser Tests seit Anfang 2016 verletze internationale Abkommen und bedrohe die regionale Sicherheit zunehmend, heißt es in der Abschlusserklärung des G7-Außenministertreffens im italienischen Lucca. Die Gruppe fordert Nordkorea darin auf, auf weitere Tests zu verzichten, bereits existierende Atomwaffen zu vernichten und alle Programme zur Entwicklung solcher Waffen abzubrechen – „in vollständiger, nachprüfbarer und unumkehrbarer Weise“.

Zur G7 gehören die USA, Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Kanada und Japan. Nach neuen Raketentests durch das kommunistisch regierte Nordkorea hatten die USA am Samstag einen Flugzeugträger samt seiner Begleitschiffe in Richtung koreanischer Halbinsel in Bewegung gesetzt. Die Führung in Pjöngjang hat daraufhin mit Militäraktionen gedroht.

Von RND/dpa