Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik Frieden zwischen Regierung und Rebellen
Nachrichten Politik Frieden zwischen Regierung und Rebellen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:59 20.06.2017
Außenminister Charles-Armel Doubane (l.) und Rebellenführer Armel Mingatoloum Sayo unterzeichneten das Abkommen. Quelle: AP
Bangui

Nach einem jahrelangen Konflikt in der Zentralafrikanischen Republik haben die Regierung und mehrere Rebellengruppen ein Friedensabkommen unterzeichnet. Ein sofortiger Waffenstillstand sei beschlossen worden, teilte die katholische Hilfsorganisation Sant’Egidio am Dienstag mit. Sie hatte das Abkommen vermittelt, das am Montag in Rom von 13 Rebellengruppen und der Regierung unterzeichnet wurde. Papst Franziskus hatte das Land 2015 besucht und seither wiederholt einen Friedensschluss gefordert.

Das Friedensabkommen beinhalte die Anerkennung und Vertretung aller politisch-militärischen Gruppen beim Aufbau des Landes sowie die Anerkennung der Wahlergebnisse vom vergangenen Jahr. Es war jedoch zunächst unklar, ob die Kämpfe tatsächlich eingestellt würden. Am Dienstagmorgen etwa kam es zu Gefechten zwischen zwei Milizen in Bria im Zentrum das Landes, wie der Radiosender Ndeke-Luka berichtete.

Das Land war 2013 in einen Bürgerkrieg gerutscht, in dem sich Milizen der christlichen Mehrheit und jene der muslimischen Minderheit gegenüberstanden. In Folge einer französischen Militärintervention und später einer UN-Friedensmission stabilisierte sich die Lage. In den vergangenen Wochen ist die Gewalt jedoch wieder aufgeflammt. UN-Angaben zufolge sind rund eine Million Menschen vor der Gewalt geflohen - etwa jeder fünfte Bewohner des Landes.

Von RND/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ursula von der Leyen war als Aufräumerin der Bundeswehr angetreten: kein Gemauschel mehr bei der Auftragsvergabe an die Rüstungsindustrie und keine überteuerten Deals. Doch ihre Bilanz ist trübe. Die fünf größten Problemfälle in einer Übersicht.

20.06.2017

Das Bundeskriminalamt macht Ernst gegen Hasskommentare im Netz. Am Dienstag durchsuchten Beamte bundesweit Wohnungen und vernahmen Verdächtige, die strafbare Inhalte im Internet verbreitet haben sollen. Es drohen lange Haftstrafen.

20.06.2017

Ein US-Student reist nach Nordkorea, wo er verhaftet wird, weil er ein Plakat gestohlen haben soll. Eineinhalb Jahre später kehrt in die USA zurück - mit einem schweren Hirnschaden. Nun ist Otto Warmbier tot. Was mit ihm passiert ist, könnte für immer ein Rätsel bleiben.

20.06.2017