Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik Erneute Zusammenstöße in Islamabad
Nachrichten Politik Erneute Zusammenstöße in Islamabad
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:17 26.11.2017
Soldaten der pakistanischen Armee riegeln in Islamabad die Straßen ab. Quelle: dpa
Anzeige
Islamabad

Einen Tag nach den tödlichen Zusammenstößen bei der Räumung von Straßenblockaden haben am Sonntag erneut Tausende Islamisten in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad demonstriert. Die Polizei sprach von 3000 Demonstranten; die Sicherheitskräfte hielten sich bereit. Medien vor Ort berichteten, zornige Demonstranten hätten zwei Polizisten angegriffen.

Am Samstag waren bei ersten Versuchen, die seit mehr als zwei Wochen andauernden Straßenblockaden religiöser Fanatiker zu beenden, sechs Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden. Die Islamisten fordern den Rücktritt des Justizministers wegen Gotteslästerung.

Premierminister Shahid Khaqan Abbasi hielt eine Krisensitzung über die Lage ab. Armeechef Qamar Javed Bajwa sei dafür aus den Vereinten Arabischen Emiraten eingeflogen, schrieb die Zeitung „Dawn News“. Analysten sprachen Medien zufolge von einer explosiven Lage. Die Armee scheine aber bei einem Eingreifen zu zögern und eher auf Verhandlungen der Regierung mit den Demonstranten zu setzen. Seit dem 8. November hatten Mitglieder der Bewegung Tehreek Labaik Ya Rasool Allah wichtige Einfallsstraßen nach Islamabad blockiert und für Verkehrschaos gesorgt.

Von dpa/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In Afghanistan nimmt die Zahl der Kriegsverletzungen zu. Das vermelden die Vereinten Nationen. Bis November seien 69 000 Fälle registriert worden. Der UN-Sicherheitsrat schätzt Afghanistan nicht mehr als „Post-Konfliktland“ ein, sondern als ein Land im Krieg.

26.11.2017

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat CSU-Chef Horst Seehofer bei den Jamaika-Gesprächen einen Ministerposten angeboten. „Ich bin von der Union und ihrer Vorsitzenden bei den Jamaika-Sondierungen gefragt worden, ob ich für den Fall der Fälle ein Ministeramt übernehmen würde“, sagte Seehofer der „Bild am Sonntag“. Das habe sich durch das Ende der Gespräche erledigt.

26.11.2017

Rekruten dringend gesucht! Sechs Jahre nach Aussetzung der Wehrpflicht melden sich immer weniger Bewerber zum freiwilligen Dienst bei der Truppe. Und mehr als jeder Vierte bricht wieder ab. Dennoch spricht das Verteidigungsministerium von einer Trendwende.

26.11.2017
Anzeige