Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik Entlastung bei den Zusatzbeiträgen?
Nachrichten Politik Entlastung bei den Zusatzbeiträgen?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:48 23.11.2017
Kassen und Gesundheitsfonds verfügen über Milliarden-Rücklagen Quelle: imago/Christian Ohde
Anzeige
Berlin

Die gesetzlichen Krankenkassen haben in diesem Jahr deutlich mehr eingenommen als ausgegeben. Im dritten Quartal sei der Überschuss um eine Milliarden Euro auf 2,5 Milliarden Euro angestiegen, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Demnach sind die Kassenrücklagen auf 18 Milliarden Euro gestiegen. Erwartet werde zudem ein Anstieg der Reserve des Gesundheitsfonds zum Jahresende auf 8,5 Milliarden Euro.

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sieht angesichts der Milliardenüberschüsse der gesetzlichen Krankenkassen „bessere Spielräume“ für mögliche Entlastungen. „Das ist eine gute Nachricht für alle gesetzlich Versicherten“, sagte Gröhe dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Die Krankenkassen hätten nun noch bessere Spielräume, „ihre Versicherten mit hochwertigen Leistungen bei attraktiven Beiträgen zu unterstützen“, so Gröhe. „Die Kassenzahlen zeigen, dass die Verbesserungen, die wir etwa im Bereich der Gesundheitsförderung und der Hospiz- und Palliativversorgung auf den Weg gebracht haben, bei den Versicherten ankommen.“

Profitieren die Versicherten?

Offenbar sind die Überschüsse jedoch sehr ungleich auf die einzelnen Kassenarten verteilt. Während die Allgemeinen Ortskrankenkassen bis Ende September einen Überschuss von 1,1 Milliarden Euro erwirtschafteten, sehen sich insbesondere die Betriebskrankenkassen unter Druck. Für Streit sorgt weiter die Verteilung der Mittel aus dem Gesundheitsfonds auf die Kassen und den Risikostrukturausgleich.

Die Frage ist nun, in welchem Umfang die Versicherten 2018 bei den Zusatzbeiträgen entlastet werden könnten. Die Kassen müssen darüber bis zum Jahresende abhängig von ihrer Finanzlage entscheiden. Gesundheitsminister Gröhe geht davon aus, der durchschnittliche Zusatzbeitrag für die Versicherten im kommenden Jahr 1,0 Prozent betragen wird. Im laufenden Jahr waren es 1,1 Prozent. 0,1 Prozentpunkte weniger Zusatzbeitrag bedeuten für gesetzlich Versicherte mit einem Bruttoeinkommen von 3000 Euro auf das Jahr gerechnet eine Entlastung um 36 Euro.

Von Rasmus Buchsteiner/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach Medieninformationen ist im CSU-Machtkampf die Entscheidung gefallen. Demnach bleibt Horst Seehofer Parteichef. Neuer bayrischer Ministerpräsident soll Markus Söder werden. Die Partei selbst dementiert die Berichte allerdings.

23.11.2017

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat keine Lust mehr auf twitternde Abgeordnete. In einem Schreiben teilte er mit, dass das Twittern und Verbreiten von Nachrichten aus dem Plenarsaal künftig „unerwünscht“ ist.

23.11.2017

Nach den Gewaltausbrüchen gegen die Rohingya in Myanmar sind Hunderttausende Angehörige der muslimischen Minderheit nach Bangladesch geflüchtet. Nun haben die Außenministerien beider Länder die Rückkehr der Flüchtlinge eingeleitet.

23.11.2017
Anzeige