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Politik Die Unberechenbarkeit zwingt an den Verhandlungstisch
Nachrichten Politik Die Unberechenbarkeit zwingt an den Verhandlungstisch
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17:10 17.04.2017
RND-Korrespondent Stefan Koch (Washington) zum Konflikt zwischen Nordkorea und den USA. Quelle: RND
Washington

Angesichts der wachsenden Bedrohung durch Nordkorea sieht Ministerpräsident Shinzo Abe keine andere Wahl, als auf Abschreckung zu setzen.

Die Spirale von Raketentests und Aufrüstung dreht sich in Südostasien immer schneller, und viele Beobachter fragen sich besorgt, wie sich die scheinbare Zwangsläufigkeit unterbrechen lässt.

Es ist kein gutes Zeichen, dass der Flugzeugträger „USS Carl Vinson“ in Richtung koreanischer Halbinsel unterwegs ist und Mike Pence vom Ende der strategischen Geduld spricht. Der Abschuss von Tomahawk-Raketen auf einen syrischen Fliegerhorst und das Abwerfen der größten konventionellen Bombe auf Afghanistan will Pence ausdrücklich als Signal verstanden wissen, dass Washington im Zweifelsfall bereit ist, auch gegen Pjöngjang loszuschlagen.

Niemand kann die Folgen abschätzen

Niemand vermag allerdings die Folgen abzuschätzen. Die freundlichen Worte, die die Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping kürzlich in Florida wechselten, sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich Chinas Führung weiterhin als Schutzmacht Nordkoreas versteht. So groß die Sorge um das Atomwaffenarsenal in den Händen von Kim Jong Un auch sein mag, will Peking unter allen Umständen verhindern, dass US-Truppen direkt an seine Außengrenzen vorrücken.

Hoffen lässt in dieser angespannten Lage nur die beiderseitige Unberechenbarkeit. Die Fähigkeit zum Gegenschlag zwingt alle Beteiligten an den Verhandlungstisch.

Von RND/Stefan Koch

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