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21:44 09.12.2017
Im Westjordanland lieferten sich Palästinenser und israelische Einsatzkräfte Zusammenstöße, wie hier in Bethlehem. Quelle: AP
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Gaza/Tel Aviv

Nach israelischen Luftangriffen im Gazastreifen und Protesten im Heiligen Land gegen die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch die USA ist die Zahl der getöteten Palästinenser auf vier gestiegen. Dies teilte das palästinensische Gesundheitsministerium am Samstag mit. Im Westjordanland, in Ost-Jerusalem und im Gazastreifen kam es erneut zu Unruhen.

Am Samstag lieferten sich Palästinenser im Westjordanland und entlang der Grenze zum Gazastreifen erneut Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten. Es handelte sich um den dritten und letzten von palästinensischer Seite ausgerufenen „Tags des Zorns“.

Nach Angaben des israelischen Militärs kam es in knapp 20 Orten zu Auseinandersetzungen. In Bethlehem warfen Demonstranten Steine auf israelische Soldaten, die daraufhin Tränengas, Gummigeschosse und Blendgranaten einsetzten. Bei Unruhen in verschiedenen Orten an der Grenze zum Gazastreifen wurden 20 Personen leicht verletzt, während 4000 Demonstranten in Gaza-Stadt protestierten.

Mindestens 170 Menschen wurden nach Angaben des palästinensischen Rettungsdienstes Roter Halbmond und des palästinensischen Gesundheitsministeriums in Gaza verletzt. Der größte Teil davon litt unter Kontakt mit Tränengas. Die israelische Polizei meldete vier verletzte Polizisten. 13 Palästinenser wurden festgenommen.

Luftangriffe gegen Anlagen der Hamas

Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen wurden in der Nacht zu Samstag zwei Menschen getötet und 15 verletzt. Unter den Verletzten befinde sich auch ein sechs Monate altes Baby, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium mit. Die beiden Toten waren Mitglieder der radikal-islamischen Hamas gewesen, wie die Organisation selbst sagte.

Israels Luftwaffe reagierte mit dem Beschuss in Gaza auf Raketenangriffe aus der Küstenenklave. Sie griff nach Armeeangaben vier Standorte der radikal-islamischen Hamas an: zwei Waffenfabriken, ein Waffenlager und einen Militärstützpunkt. Bereits am Freitag waren bei Unruhen nach palästinensischen Angaben zwei Menschen getötet worden.

Schon am frühen Morgen hatte US-Präsident Donald Trump hat angesichts der Unruhen in Nahost zu „Ruhe und Mäßigung“ aufgerufen. Das sagte Trumps Sprecher Raj Shah zu Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One, die Trump am Freitagabend zu einer Veranstaltung nach Florida brachte. „Der Präsident hat Ruhe und Mäßigung geforderte, und wir hoffen, dass die Stimmen der Toleranz die des Hasses übertönen“, sagte Shah. Er betonte, dass Trump weiterhin eine „dauerhafte Friedensvereinbarung zwischen Israelis und Palästinensern“ anstreb

Von dpa/AP/RND

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