Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik Deutschland und Indien vereinbaren milliardenschweres Abkommen
Nachrichten Politik Deutschland und Indien vereinbaren milliardenschweres Abkommen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:05 30.05.2017
Der indische Premierminister Narendra Modi und Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Quelle: AP
Berlin

Mit Investitionen in Milliardenhöhe wollen Deutschland und Indien ihre Zusammenarbeit stärken. Im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Indiens Premierminister Narendra Modi wurde am Dienstag in Berlin ein Entwicklungsetat vereinbart. „Wir geben in jedem Jahr eine Milliarde Euro“, sagte Merkel nach deutsch-indischen Regierungskonsultationen. Dabei gehe es um Themen wie Smart Cities, erneuerbare Energien und Solarindustrie.

Merkel betonte zugleich, dass Deutschland Indien bei der Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens unterstützen wolle. „Indien setzt das Abkommen intensiv um“, sagte Merkel. Das Land mit mehr als einer Milliarde Einwohner befinde sich aber in einer anderen Entwicklungsphase als Deutschland. „Indien ist eine Demokratie und Indien setzt darauf, dass die Welt nicht nur vernetzt ist, sondern vernünftig gestaltet wird.“

Besonderes Augenmerk nach dem desaströsen G-7-Gipfel

Nach den weitgehend gescheiterten Gipfeln von G7 und Nato sowie vor dem Hintergrund der protektionistischen Politik von US-Präsident Donald Trump dürfte es auch um einen gemeinsame Einsatz für freien Welthandel und eine auf Regeln fußende internationale Ordnung gehen. Deutschland unterhält mit einigen Staaten so enge Beziehungen, dass sich Kanzlerin und Kabinett regelmäßig mit den Partnern treffen. Mit Indien gibt es seit 2011 solche Konsultationen.

Nach der Unterzeichnung von gemeinsamen Projekten war ein Mittagessen mit ausgewählte Unternehmensvertretern beider Länder geplant. Auf Einladung des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und indischer Wirtschaftsverbände sollten die Kanzlerin und Modi am Nachmittag an einem deutsch-indischen Wirtschaftsforum teilnehmen.

Von RND/dpa