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Politik Deutsche (17) im Irak zu sechs Jahren Haft verurteilt
Nachrichten Politik Deutsche (17) im Irak zu sechs Jahren Haft verurteilt
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13:38 21.02.2018
Linda W. ist im Irak zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Quelle: dpa (Symbolbild)
Hamburg

Die junge Frau aus Sachsen sei wegen der Mitgliedschaft in der Terrormiliz IS zu fünf Jahren verurteilt worden. Auf sechs Jahre erhöht sich ihre Haftstrafe wegen der illegalen Einreise in den Irak. Das erfuhren NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung aus Justizkreisen in Bagdad. Weil die Angeklagte minderjährig ist, hat das Verfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor einem Jugendgericht in der irakischen Hauptstadt Bagdad stattgefunden.

Prozess von Vertretern der Deutschen Botschaft im Irak beobachtet

Eine unabhängige Bestätigung in Deutschland war zunächst nicht zu erhalten. Aus irakischen Justizkreisen hieß es aber, Vertreter der deutschen Botschaft in Bagdad seien bei dem Prozess anwesend gewesen und hätten das Verfahren beobachtet.

Die Schülerin aus Pulsnitz in Sachsen war im Sommer 2016 verschwunden, kurz nachdem sie zum Islam konvertiert war. Sie soll über Internetchats mit IS-Anhängern in Kontakt gestanden und sich radikalisiert haben. 2017 wurde Linda W. in der Stadt Mosul von irakischen Sicherheitskräften verhaftet und nach Bagdad überstellt. Der Fall hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt.

Gegenüber NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung hatte Linda W. gesagt, sie wolle schnellstmöglich nach Deutschland zurück und bereue es ausdrücklich, sich der Terrormiliz angeschlossen zu haben.

Von fw/RND/ots