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09:37 23.09.2017
Der ehemalige Profi-Fußballer Michael Ballack hofft, auf eine hohe Wahlbeteiligung. Quelle: dpa
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Berlin

Angela Merkel ließ diese Woche mal kurzfristig CDU CDU sein und äußerte sich in Inhalt und Ton, als sei sie eine zur Überparteilichkeit verpflichtete Bundespräsidentin. „Gehen Sie wählen“, sagte die Kanzlerin in einem Interview mit den Jugendradiosendern der ARD. „Und wählen Sie die Parteien, die sich unserem Grundgesetz zu 100 Prozent verpflichtet fühlen.“

Zum absehbaren Einzug der AfD in den Bundestag sagte Merkel: „Wir müssen klare Kante zeigen, wenn es gegen unsere Grundwerte geht.“ Mit Blick auf Störungen ihrer Wahlkampfauftritte durch AfD-Trupps fügte sie hinzu, Deutschlands Zukunft werde nicht durch Pfiffe und Geschrei entschieden.

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Menschen aus Kultur, Wissenschaft und Sport berichten darüber, was ihnen die Bundestagswahl bedeutet – und was sie sich von ihr erhoffen.

Einen ganz ähnlichen Klang entfaltete SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. In Köln, auf einer seiner Abschlusskundgebungen, sagte er: „Ich wende mich an die jungen Männer und Frauen. Denkt an den Brexit, Leute, denkt an Trump – ihr müsst am Sonntag wählen gehen.“

Unter Soziologen gilt vor allem das Brexit-Referendum in Großbritannien als mahnendes Beispiel dafür, was passieren kann, wenn Menschen aus der proeuropäischen Mitte Abstimmungen fernbleiben. Unter den jüngeren Briten galt der Verbleib in der EU als Selbstverständlichkeit – weil aber viele junge Leute, wie europaweit üblich, nicht zur Wahl gingen, ergab sich überraschend eine 52-zu-48-Mehrheit für den Brexit.

In Deutschland treibt derzeit Union und SPD die Sorge um, der Aufstieg der AfD zur vielleicht sogar drittstärksten Kraft könne beide große Parteien viele Punkte kosten. Der Effekt könnte umso stärker ausfallen, wenn die nur lauwarmen Unterstützer von CDU und SPD, die es vor allem unter jungen Leuten gibt, am Sonntag zu Hause bleiben – und die engagierteren AfD-Wähler in Scharen zu den Wahllokalen strömen.

Der scheidende Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) sieht, da ist er ganz alte Schule, Wählen als Pflicht. Nichtwähler hätten jedenfalls „moralisch den Anspruch verwirkt, sich nachher zu beschweren“, sagte er am Freitag den „Westfälischen Nachrichten“.

Von RND

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