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Politik Der Amoklauf des Donald T.
Nachrichten Politik Der Amoklauf des Donald T.
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12:07 20.10.2016
Donald Trump und Hillary Clinton im zweiten TV-Duell am 9. Oktober.  Quelle: dpa/Michael Pohl
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Las Vegas

Innenpolitik, Einwanderung, Wirtschaft, Krisenherde der Erde ... die Debatte wogte hin und her. Trump behauptete, Clinton argumentierte, alles lief wie gewohnt. Die Politik-Astrologen von CNN und anderen TV-Sendern mögen sich gewundert haben, dass Donald Trump sich verhältnismäßig zivilisiert gebärdete. Doch dann, um kurz nach vier deutscher Zeit, schoss sich der Kandidat ab. 

Auf den Hinweis des Moderators Chris Wallace, Trumps Vizepräsidenten-Kandidat und seine Tochter hätten gesagt, er werde das Resultat der Wahl auf jeden Fall akzeptieren und ob er das bestätigen könne, antwortete Trump: "Ich werde mir die Ergebnisse anschauen." Und weiter: "Ich halte die Spannung hoch, wie ich mich verhalten werde:" Moderator Wallace baute Trump sogar noch eine goldene Brücke, beschwor die lange Tradition, wonach der Verlierer den Sieger anerkenne – zum Wohle des Landes, damit es nach langem Kampf wieder zusammenfinde. Trump bleibt störrisch: Man werde sehen. Keine Zusage. Ein Kandidat, der Verfassung und Wahlausgang in Frage stellt, das hat es seit 1776 noch nicht gegeben, seit die USA ein selbstständiger Staat sind. Der Kandidat hat Geschichte geschrieben – aber im negativstmöglichen Sinne.

So waren die ersten Reaktionen der TV-Experten – egal, ob liberal oder konservativ – auch schieres Entsetzen. Und alle waren sich einig: Trump hat sich endgültig für das Amt disqualifiziert. Da war es dann auch egal, dass er auf seltsame Weise Assad und Putin verteidigte und nicht eingestehen wollte, dass die Emails, mit denen er Clinton immer konfrontierte, aus Kreml-gelenkten Hackerangriffen stammten.

Und Hillary Clinton? Sie bemühte sich gar nicht allzu sehr, die Herzen der Wähler zu gewinnen, sie zielte mehr auf die Hirne. Und punktete damit. Aber der eigentliche Knock-out, den fügte sich Trump selbst zu.

+++ Trumps Ausraster, die ganze Debatte: hier zum Nachlesen +++

Von Daniel Killy

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