Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik Bundesregierung stockt Präventionsprogramm gegen Radikalisierung von islamischen Jugendlichen auf
Nachrichten Politik Bundesregierung stockt Präventionsprogramm gegen Radikalisierung von islamischen Jugendlichen auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:19 18.11.2015
Mit den zusätzlichen Mitteln wird das Bundesprogramm „Demokratie lebt!“ auf insgesamt 50,5 Millionen Euro angehoben. Quelle: dpa

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will die Radikalisierung von islamischen Jugendlichen stärker als bislang bekämpfen. Dazu stockt sie ihren Haushalt um zusätzlich zehn Millionen Euro auf. „Wir brauchen neben der Polizeiarbeit auch präventive Angebote, damit keine Ghettos entstehen und sich die Jugendlichen gar nicht erst radikalisieren und in die Hände des IS gelangen“, sagte Schwesig dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem 30 Tageszeitungen angehören.

Mit den zusätzlichen Mitteln wird das Bundesprogramm „Demokratie lebt!“ auf insgesamt 50,5 Millionen Euro angehoben. „Wir brauchen mehr Mittel zur Radikalisierungsprävention“, erklärte die Ministerin. Ausgrenzung und Minderwertigkeitsgefühle führten meist dazu, dass junge  Menschen in die Falle des IS tappen. Die Beratung müsse dorthin, wo die Jugendlichen seien. Nur so werde Integration gelingen.

Als Beispiel für eines der zurzeit 24 Modellprojekte im Bereich „Radikalisierungsprävention Islamismus“ nannte das Ministerium 300.000 Euro für die Einrichtung einer Anti-Salafismus-Koordinierungsstelle. Im August hatte Schwesig die Beratungsstelle BAHIRA eröffnet, ein Projekt, dem neben dem Zentralrat der Muslime in Deutschland auch die Türkisch-Islamische Gemeinde in Berlin-Neukölln angehört. Schwesig: „Nur mit einer erfolgreichen Präventionsarbeit schaffen wir die Voraussetzungen für mehr Sicherheit und den Schutz unserer grundgesetzlich verankerten Freiheiten.“

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) plant gemeinsam mit den Innenministern der Länder, die Registrierung von Flüchtlingen bundesweit zentral zu erfassen. Das bestätigte Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland nach einem Innenminister-Treffen in Berlin.

18.11.2015

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel will sich an heute in Passau ein aktuelles Bild von der Flüchtlingssituation machen. Der Vizekanzler besucht zunächst die Leitstelle der Bundespolizei.

18.11.2015

Die Absage des Fußball-Länderspiels Deutschland gegen die Niederlande geht nach Worten von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) auf Hinweise auf eine Gefährdung zurück.

17.11.2015