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Nachrichten Politik Bundesländer schicken Tausende Lehrer in Arbeitslosigkeit
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16:14 25.08.2016
In erster Linie sind Lehrer mit befristeten Verträgen betroffen. Quelle: Peter Endig/Archiv
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Berlin

Die Bundesländer haben während der Sommerferienzeit im vergangenen Jahr Tausende Lehrer in die Arbeitslosigkeit geschickt. Bis zu 7000 mehr Lehrer waren in den Sommerferien 2015 arbeitslos als in normalen Monaten mit Schule - vor allem wegen befristeter Verträge.

Angesichts des verbreiteten Lehrermangels fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ein Ende dieser Spar-Praxis. Im August 2015 war die Zahl der arbeitslosen Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinbildenden Schulen auf knapp 11 100 gestiegen - im Jahresschnitt ohne den Hauptferienmonat August wurden 5200 arbeitslose Lehrer gezählt. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage von Linken-Fraktionsvize Klaus Ernst hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag und über die die "Passauer Neue Presse" zuerst berichtet hatte.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hatte bereits im Januar mitgeteilt, dass sich in den Sommerferienmonaten rund 7000 Lehrer mehr arbeitslos gemeldet hatten als in den Nicht-Ferienmonaten. Als Hauptgrund nannte die BA befristete Beschäftigungen. "Erkennbar ist dieses Phänomen insbesondere in den westlichen Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern, dem Saarland und Hamburg", so die BA. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisierte die Praxis als "skandalös". Zahlen über die Lage in den Sommerferien 2016 lagen noch nicht vor.

Die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe mahnte: "Vor allem wegen der Flüchtlingskinder werden Lehrer in vielen Regionen händeringend gesucht." Deshalb müssten die Länder den Lehrern gute Bedingungen bieten. "Wer Stellen nach den Sommerferien nicht besetzen kann, sollte sich kein Hire-and-Fire-Prinzip leisten", sagte Tepe der dpa.

Ernst kritisierte: "Die öffentliche Hand feuert dringend benötigte Lehrer, um sie nach Ende der Schulferien postwendend wieder einzustellen."

dpa

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