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Politik Franziska Giffey beklagt Verrohung der Sprache
Nachrichten Politik Franziska Giffey beklagt Verrohung der Sprache
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15:03 23.12.2018
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) im Gespräch mit Schülern und Lehrern des Berliner Oberstufenzentrums für Sozialwesen der Ruth-Cohn-Schule. Quelle: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa
Berlin

 Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) fordert mehr Respekt gegenüber der Meinung anderer in öffentlichen Debatten. „Ich beobachte die Verrohung der Sprache und den Verlust von Respekt gegenüber anderen Menschen“, sagte Giffey dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) in einem Interview. „Der Satz ,Das wird man doch wohl mal sagen dürfen’ kommt daher wie eine Generalerlaubnis. Taten beginnen immer mit Worten“, warnte die SPD-Politikerin.

„Ich finde, es ist an der Zeit, dass wir dem Hass und der Hetze – ob im Internet oder auf der Straße – offensiv entgegentreten. Auch wir Politiker müssen einen guten Umgangston wahren. Verbale Schärfe in Auseinandersetzungen ja, aber Beleidigungen oder die Herabwürdigung anderer lehne ich ab“, so Giffey.

Verbreiten sich Botschaften aus Hass oder Lüge schneller als Berichte über Fürsorglichkeit? Im RND-Interview antwortet Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, auf diese Frage!

Giffey fordert mehr Einsatz der Deutschen für ihr Land

Die Ministerin verlangt mehr Einsatz der Deutschen für ihr Land. „Klar hat der Staat eine Fürsorgepflicht“, sagte sie gegenüber dem RND. „In einem modernen Gemeinwesen erwarte ich jedoch auch, dass sich Menschen Gedanken machen, welchen Beitrag sie selbst zum Zusammenleben leisten wollen und können“, sagte die SPD-Politikerin.

Sie kündigte für nächstes Jahr die Gründung der Deutschen Engagement-Stiftung an, um Organisationen zu stärken, die etwas für das Gemeinwohl tun. „Dabei spielen Wertschätzung und Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit eine große Rolle. Das kann zum Beispiel mit Zertifikaten für Bewerbungen in Unternehmen oder mit der Anerkennung von Wartesemestern für die Uni funktionieren. Engagement macht dann nicht nur zufrieden, sondern es lohnt sich auch noch“, so die Ministerin.

Giffey betont die Vorfreude auf Weihnachten

Giffey sagte, sie freue sich nun sehr auf das Weihnachtsfest in Familie. Als Kind glaubte die 40-Jährige fest an den Weihnachtsmann. „Mein Bruder und ich hatten großen Respekt vor dem Weihnachtsmann“, sagte Giffey im RND-Interview. „Er wurde von einem Nachbarn gespielt, der mit einem Heu-Sack durch unsere frisch geputzte Wohnung stapfte. Meine Mutter war begeistert...“, so die Ministerin. Für ihren Sohn käme Heiligabend kein Weihnachtsmann mehr ins Haus. „Er hat das Ganze früher durchschaut als ich damals und glaubt nicht mehr an den Weihnachtsmann.“

Die SPD-Politikerin empfindet die Zeit der Weihnachtsfeiertage und des Jahreswechsels als etwas Besonderes. „Viele Menschen haben frei, es herrscht kein Zeitdruck und man zieht so ein bisschen Bilanz. Entweder für sich oder mit anderen. Schön ist aber vor allem, dass sich die Familie trifft und die Kinder ausgelassen sind. Darauf freue ich mich sehr“, so Giffey gegenüber dem RND.

Von Thoralf Cleven/RND

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